Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts - Jung & Naiv: Folge 564
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Top Comments (10)
So offen und ehrlich, informativ und man versteht das IFO Institut und seine Leitung viel besser. Mehr davon!
Habe jetzt die Hälfte geschaut und kann sagen: Clemens Fuest wirkt wirklich sehr kompetent, seine nüchterne Art wird genau der differenzierten Betrachtung der Realität gerecht, die wegen komplexer Umstände dringend erforderlich ist. Tilo bin ich dankbar für diesen Kanal und die Inhalte, aber ich würde mir schon wünschen, wenn er selbst ein bisschen differenzierter an die Themen herangeht. Kritische Fragen sind gut, aber immer offen bleiben und nicht unterbrechen, und auch keine ideologischen Vereinfachungen! Danke :)
Lieber Herr Professor Fuest, Ihre Geduld ist bewundernswert.
Wieder eine exzellente Vorstellung, Leute! Nun ja, die Umgangsformen lassen trotz der Begründung "jung und naiv" zu wünschen übrig...
Sehr gutes Gespräche. Es hat mich dazu gebracht endlich mal wieder in meine alten Büchen von Smith & Co. zu schauen. Danke an die beiden.
Super, dass ihr viele Ökonomen in letzter Zeit interviewt! Schade ist allerdings, dass ich immer das Gefühl habe man redet über zwei verschiedene Dinge und redet somit aneinander vorbei ( Bspw.: Fuest sagt Emissionshandel, Tilo spricht über Co2-Steuer)
01:54:54: "Wir brauchen aber Licht, und Licht ist auch im Winter" - "Ne das reicht nicht" - "Doch" Unter der Annahme dass du hier mal nicht absichtlich die Rolle des informierten Journalisten einnimmst, Thilo, sondern das wirklich nicht weißt: Im Winter beträgt die Sonneneinstrahlung an bewölkten Tagen 100 W/m^2 (sonnige Sommertage haben 10x so viel!). Damit man ungefähr 400GW mittlere installierte Leistung an dunklen Wintertagen mit Solarpaneln bereitstellen kann (jetziger Primärenergieverbrauch) benötigt man Solarpanel auf 10% (!!) der Landesfläche. Da kann man noch so moderne Technologie entwickeln, das ist ein hartes physikalisches Limit. Dass es Wintertage gibt wo bei Bewölkung auch noch kein Wind herrscht wissen wir auch: Nennt sich Dunkelflaute und ist der Grund warum die Energiewende nicht so einfach ist: Saisonale Speicher werden benötigt. Und nur um sich mal die Größenordnung der Kapazität solcher Speicher zu verdeutlichen: Um eine Dunkelflaute von 2 Wochen zu überbrücken müssten wir vorher den Bodensee auf Höhe der Zugspitze pumpen und wieder zurückverstromen. Und wer bezahlt solche Speicher? Nicht die Privatperson, die höchstens Tagesschwankungen mit ihrer Batterie im Keller ausgleichen kann. Das müssten staatlich geförderte Wasserstoffspeicher sein mit entsprechenden Rückverstromungsanlagen in der Größenordnung von 400 GW! Das ist die 10 fache installierte Leistung unserer Momentanen Erdgaskraftwerke. Momentan haben wir 0GW solcher Rückverstromungsanlagen und 0GWh installierte saisonale Speicher. Da merkt man mal vor welcher Herausforderung wir hier stehen... Und um uns das Leben extra schwer zu machen steigen wir ja auch noch aus Atom aus, die, neben Biogas, die einzige basislastfähige CO2 neutrale Art der Stromerzeugung ist, die wir momentan haben.
danke, ich war zufrieden und hab was gelernt.
Ein paar Stellen des Interviews empfand ich als holprig, unangenehm und Tilo als etwas zu gewollt naiv. Solche Momente schaden m.E. dem Format. Sie sollten vielleicht mal eine Pause einlegen, was Ökonomen als Gäste betrifft. Zuletzt gab es öfter solche unangenehmen Momente. „Hast du Marx gelesen? - Wieso nicht!?“ 🙄 Als sei das so entlarvend für Ökonomen im Kapitalismus. Das finde ich z.B. immer reichlich billig.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass es Tilo Jung nicht um Inhalte und Sachverhalte sondern um Ideologie geht.
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So offen und ehrlich, informativ und man versteht das IFO Institut und seine Leitung viel besser. Mehr davon!
Habe jetzt die Hälfte geschaut und kann sagen: Clemens Fuest wirkt wirklich sehr kompetent, seine nüchterne Art wird genau der differenzierten Betrachtung der Realität gerecht, die wegen komplexer Umstände dringend erforderlich ist. Tilo bin ich dankbar für diesen Kanal und die Inhalte, aber ich würde mir schon wünschen, wenn er selbst ein bisschen differenzierter an die Themen herangeht. Kritische Fragen sind gut, aber immer offen bleiben und nicht unterbrechen, und auch keine ideologischen Vereinfachungen! Danke :)
Lieber Herr Professor Fuest, Ihre Geduld ist bewundernswert.
Wieder eine exzellente Vorstellung, Leute! Nun ja, die Umgangsformen lassen trotz der Begründung "jung und naiv" zu wünschen übrig...
Sehr gutes Gespräche. Es hat mich dazu gebracht endlich mal wieder in meine alten Büchen von Smith & Co. zu schauen. Danke an die beiden.
Super, dass ihr viele Ökonomen in letzter Zeit interviewt! Schade ist allerdings, dass ich immer das Gefühl habe man redet über zwei verschiedene Dinge und redet somit aneinander vorbei ( Bspw.: Fuest sagt Emissionshandel, Tilo spricht über Co2-Steuer)
01:54:54: "Wir brauchen aber Licht, und Licht ist auch im Winter" - "Ne das reicht nicht" - "Doch" Unter der Annahme dass du hier mal nicht absichtlich die Rolle des informierten Journalisten einnimmst, Thilo, sondern das wirklich nicht weißt: Im Winter beträgt die Sonneneinstrahlung an bewölkten Tagen 100 W/m^2 (sonnige Sommertage haben 10x so viel!). Damit man ungefähr 400GW mittlere installierte Leistung an dunklen Wintertagen mit Solarpaneln bereitstellen kann (jetziger Primärenergieverbrauch) benötigt man Solarpanel auf 10% (!!) der Landesfläche. Da kann man noch so moderne Technologie entwickeln, das ist ein hartes physikalisches Limit. Dass es Wintertage gibt wo bei Bewölkung auch noch kein Wind herrscht wissen wir auch: Nennt sich Dunkelflaute und ist der Grund warum die Energiewende nicht so einfach ist: Saisonale Speicher werden benötigt. Und nur um sich mal die Größenordnung der Kapazität solcher Speicher zu verdeutlichen: Um eine Dunkelflaute von 2 Wochen zu überbrücken müssten wir vorher den Bodensee auf Höhe der Zugspitze pumpen und wieder zurückverstromen. Und wer bezahlt solche Speicher? Nicht die Privatperson, die höchstens Tagesschwankungen mit ihrer Batterie im Keller ausgleichen kann. Das müssten staatlich geförderte Wasserstoffspeicher sein mit entsprechenden Rückverstromungsanlagen in der Größenordnung von 400 GW! Das ist die 10 fache installierte Leistung unserer Momentanen Erdgaskraftwerke. Momentan haben wir 0GW solcher Rückverstromungsanlagen und 0GWh installierte saisonale Speicher. Da merkt man mal vor welcher Herausforderung wir hier stehen... Und um uns das Leben extra schwer zu machen steigen wir ja auch noch aus Atom aus, die, neben Biogas, die einzige basislastfähige CO2 neutrale Art der Stromerzeugung ist, die wir momentan haben.
danke, ich war zufrieden und hab was gelernt.
Ein paar Stellen des Interviews empfand ich als holprig, unangenehm und Tilo als etwas zu gewollt naiv. Solche Momente schaden m.E. dem Format. Sie sollten vielleicht mal eine Pause einlegen, was Ökonomen als Gäste betrifft. Zuletzt gab es öfter solche unangenehmen Momente. „Hast du Marx gelesen? - Wieso nicht!?“ 🙄 Als sei das so entlarvend für Ökonomen im Kapitalismus. Das finde ich z.B. immer reichlich billig.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass es Tilo Jung nicht um Inhalte und Sachverhalte sondern um Ideologie geht.