Jette Nietzard, Bundessprecherin der Grünen Jugend - Jung & Naiv: Folge 780
Jette Nietzard: Linke Identität der Grünen Jugend und die Enttäuschung über die Mutterpartei
Erhalten Sie einen ungeschönten Einblick in die internen Konflikte der Grünen Partei durch die scheidende Bundessprecherin der Grünen Jugend. Sie navigiert zwischen der Pflicht zur linken Positionierung, der Reaktion auf öffentliche Provokationen und der Enttäuschung über realpolitische Kompromisse.
Short Summary
- Die Grüne Jugend (GJ) bekennt sich klar zur linken Seite und grenzt sich ideologisch von der Mutterpartei ab.
- Die Amtszeit war geprägt von intensiver medialer Beobachtung und interner Kritik nach provokativen Aktionen.
- Nietzard sieht die Ampel-Regierung als zu konservativ an, insbesondere in der Asylpolitik, die Kinderhaft ermöglichte.
- Persönliche Erfahrungen aus der Sozialarbeit prägten ihren Fokus stark auf die Bekämpfung von Kinderarmut.
Das Gespräch beleuchtet Jette Nietzards Jahr an der Spitze der Grünen Jugend (GJ), die Herausforderungen einer explizit linken Jugendorganisation in einer Koalitionsregierung und ihre Reflexionen über politische Wirksamkeit, den Umgang mit Machtmissbrauchsfällen und die Notwendigkeit eines progressiven Zukunftsentwurfs.
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Top Comments (10)
Die prinzipielle Umwandlung der Unschuldsvermutung in eine Schuldannahme zu befürworten ist mehr als bedenklich. Niemand sollte seine Unschuld beweisen müssen - der Schuldbeweis muss erbracht werden.
Die "Unschuldsvermutung" ist nicht nur eine rechtsstaatliche wie juristische sondern auch eine menschenrechtliche Errungenschaft, welche in Zweifel zu ziehen uns in die finstersten Zeiten des Mittelalters zurückversetzt. Mich gruselt es zur Kenntnis nehmen zu müssen, wie leichtfertig wir offenbar als Gesellschaft inzwischen bereit sind, solche fundamentalen Errungenschaften, welche über Generationen mit einem erheblichen Blutzoll erkämpft werden mussten, bereitwillig zur Debatte einer Abschaffung bzw. sogar Umkehrung zu stellen. Elementare Rechte wie die Unschuldsvermutung zu verneinen, bedeutet, die Buchse der Pandora der Willkür erneut zu öffnen.
Ich wünschte mir wirklich Tilo wäre in solchen Interviews nur 10% so kritisch wie in Interviews mit Diess, Krah oder Koopmans. Solche Interviews sind wirklich wichtig, weil er da journalistisch kritische - teils auch überspitzte - Thesen in den Raum wirft und so das Interview aufbaut und interessant gestaltet. Das hier ist ein netter Plausch mit einer guten Freundin. Irgendwie langweilt mich sowas...
Da scheint viel Überzeugung, aber wenig Gehalt vorhanden zu sein. Schade.
Sagen wir es mal so: ihr Selbstbewusstsein ist bewundernswert.
Sie hat alles, was eine knallharte Karrieristin braucht: Machtinstinkt, übersteigertes Ego und keinen Schimmer von irgendwas. Prognose: wenn sie so weitermacht, ist sie 2035 Parteivorsitzende und Bundesministerin, wenn sie weiterhin alles richtig macht.
Alta, ist das ein Unfall.
Bis zu diesem Interview dache ich, dass Jette Nietzard zwar schlau, aber auch absichtlich provokant und polarisierend ist. Einen Teil meiner Meinung muss ich wohl revidieren.
Heute Naiv & Naiv
Das es in Spanien eine Beweislastumkehrung bei sexualdelikten gibt ist falsch . Das spanische Zustimmungsprinzip „Ja heißt ja“ bedeutet im rechtlichen Verfahren muss die Anklage beweisen, dass die Zustimmung fehlte. Beweislastumkehr zu fordern ist fahrlässig und ungerecht.
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Die prinzipielle Umwandlung der Unschuldsvermutung in eine Schuldannahme zu befürworten ist mehr als bedenklich. Niemand sollte seine Unschuld beweisen müssen - der Schuldbeweis muss erbracht werden.
Die "Unschuldsvermutung" ist nicht nur eine rechtsstaatliche wie juristische sondern auch eine menschenrechtliche Errungenschaft, welche in Zweifel zu ziehen uns in die finstersten Zeiten des Mittelalters zurückversetzt. Mich gruselt es zur Kenntnis nehmen zu müssen, wie leichtfertig wir offenbar als Gesellschaft inzwischen bereit sind, solche fundamentalen Errungenschaften, welche über Generationen mit einem erheblichen Blutzoll erkämpft werden mussten, bereitwillig zur Debatte einer Abschaffung bzw. sogar Umkehrung zu stellen. Elementare Rechte wie die Unschuldsvermutung zu verneinen, bedeutet, die Buchse der Pandora der Willkür erneut zu öffnen.
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