Die Torf-Lüge: Ich habe den Anzucht-Test gemacht! UND: Erfolg mit Heißrotte
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Top Comments (10)
Ich nutze für die Anzucht ganz normale Gartenerde mit Komposterde, denn wenn man direkt ins Beet sät, hat man doch auch ganz normale Erde und bei mir wächst und gedeiht alles bestens...
Starkes Video 👌 genau solche Praxistests braucht man mal statt nur „man sagt…“. Der Keimtest ist echt spannend – gerade weil man immer hört, ohne Torf läuft nix. Dass die Unterschiede nach 7 Tagen kaum sichtbar sind (teilweise sogar besser ohne Torf), spricht schon eine deutliche Sprache. Am Ende kommt’s halt doch mehr auf Struktur, Wasserhaltevermögen und Pflege an als auf den Torfanteil allein. Die Heißrotte fand ich fast noch interessanter 🔥 über 60 °C ist schon eine Ansage. Dass man damit quasi „saubere“ Anzuchterde bekommt, die auch noch nachhaltig ist, ist für Hobbygärtner eigentlich ein No-Brainer. Muss ich dieses Jahr echt mal selbst testen. Und dein Punkt mit den Mooren ist sowieso wichtig. Viele blenden das komplett aus. Wenn’s auch ohne Torf funktioniert, gibt’s eigentlich keinen guten Grund mehr, ihn zu verwenden. Kurz gesagt: wieder was gelernt und direkt Lust bekommen, selbst mehr mit torffreier Erde und eigenem Kompost zu experimentieren 👍
Besuche doch bitte öfter deinen Naturgarten Nachbar... Das Thema ist mega interessant
das wahre Gräuel ist doch, dass Jahr für Jahr Milliarden von Säcken Blumenerde eingeschweißt in Kunststoff verkauft werden und Palettenweise werden die nochmal mit Laufmetern an Kunststoff umwickelt, was für eine Riesen Müllsauerei.....
Tolle Sicherheits Garten Schuhe. Vorallem fürs klettern 😂
Zu meinem Leidwesen habe ich bisher noch keine gute torffreie gefunden. Bisher nur desaströse Ergebnisse mit verhungerten Jungpflanzen
Ich bin erst vor kurzem "rigottisiert" worden und echt froh, diesen Kanal gefunden zu haben! Tolle Infos, gute Unterhaltung, herzlicher Gastgeber, super Videoqualität. Bei allem, was derzeit weltweit los ist, denke ich beim Schauen immer: Es gibt sie noch, die "bodenständigen" Menschen und die "bodenständige" Unterhaltung.
Solange das Rätsel am Ende ist, dann kann ich entspannt den Rest schauen 😅
Ich habe mein kleines Gewächshaus dieses Jahr wieder mit einer Heißrotte geheizt. Mitte bis Ende März ziehen meine Jungpflanzen alle ins Gewächshaus, da ich drinnen nicht genug Platz habe, nachdem sie alle pikiert sind. Ich habe dieses Jahr relativ viel Efeu und Kirschlorbeer (vom Vorbesitzer 🙄) zurückgeschnitten und alles gehäckselt. Im Gewächshaus dann den Gitterkomposter aufgebaut und alles rein geschichtet. Meine Erfahrung ist, dass es auf jeden Fall gut heiß wird, wenn ich es relativ dicht schichte. Ich kleide sogar den Komposter mit Pappe aus, bevor ich ihn befülle. Am Ende verdichte ich alles ein wenig oder lege sogar Steinplatten darauf. Nach zwei bis drei Tagen hatte ich eine Temperatur von über 70°. Ich versuche es so zu timen, dass ich bei vorhergesagten Nachtfrösten so meinen kleinen Radiator unterstütze (der ist so eingestellt, dass die Temperatur nachts nicht unter 3 oder 4 ° sinkt...). Nach drei Tagen oder so sinkt die Temperatur dann langsam ab. Wenn sie so bei 40-50° angekommen ist, schichte ich ihn um und es wird nochmal richtig heiß. Das ganze hat ungefähr ein Volumen von ca 0,7 m³ , ist also nicht besonders groß. Ich finde nicht, dass es faulig riecht, aber es riecht schon merklich anders als im normalen Kompost, so ein bisschen nach Silage. Als Biologin habe ich mich ein wenig damit beschäftigt, wer da so arbeitet. Es ist wohl je nach Phase und Bereich eine Mischung von anaeroben (ohne Sauerstoff arbeitend) und aeroben (mit Sauerstoff arbeitend) Organismen, die z.T sehr thermophil (also hitzetolerant) sind. Die meisten der Organismen während der heißen Phase (oder zumindest am Ende dieser) sollten eher anaerob sein, da selbst in einem locker aufgeschichteten Haufen im Inneren schnell der Sauerstoff aufgebraucht sein sollte, wenn da so die Post abgeht... Da das Ganze bei mir silageartig riecht und einen sauren Eindruck macht (nein, ich habe nicht probiert :-) ) sind es wohl vor allem Gärungsprozesse, die eher anaerob ablaufen. Innerhalb des Haufens und während des Prozesses bilden sich immer wieder neue Gleichgewichte verschiedener Organismen (meist Bakterien, aber auch Pilze), die verschiedene Stoffwechselwege haben (z.B. eben Milchsäuregärung). Man sollte wohl beim umschichten oder ausräumen eine gute Maske tragen, früher gab es die sogenannte Drescherkrankheit bei Bauern, die sowas öfter eingeatmet haben. Letztendlich packe ich das Ergebnis (abwechselnd mit frischen Sachen und halbfertigem Kompost ) beim Aufsetzen eines Komposthaufens mit da rein, wo dann ganz normal fertig kompostiert wird. Das habe ich vor drei Tagen gemacht und da drin sind bis jetzt nur so 40°, da scheint jetzt also irgendwas anderes zu passieren. Ich denke, es liegt vor allem an dem sehr homogenen Material (alles Häckselgut, gleich frisch). Wer mal vergessen hat, nach dem Rasenmähen den Fangsack zu leeren, weiß, dass es da drin auch schon am nächsten Tag recht heiß wird... 😊
Also hier wird kein einziges Rätsel übersprungen, die Kids bleiben sogar genau deswegen bis zum Ende mit dabei 😅
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Ich nutze für die Anzucht ganz normale Gartenerde mit Komposterde, denn wenn man direkt ins Beet sät, hat man doch auch ganz normale Erde und bei mir wächst und gedeiht alles bestens...
Starkes Video 👌 genau solche Praxistests braucht man mal statt nur „man sagt…“. Der Keimtest ist echt spannend – gerade weil man immer hört, ohne Torf läuft nix. Dass die Unterschiede nach 7 Tagen kaum sichtbar sind (teilweise sogar besser ohne Torf), spricht schon eine deutliche Sprache. Am Ende kommt’s halt doch mehr auf Struktur, Wasserhaltevermögen und Pflege an als auf den Torfanteil allein. Die Heißrotte fand ich fast noch interessanter 🔥 über 60 °C ist schon eine Ansage. Dass man damit quasi „saubere“ Anzuchterde bekommt, die auch noch nachhaltig ist, ist für Hobbygärtner eigentlich ein No-Brainer. Muss ich dieses Jahr echt mal selbst testen. Und dein Punkt mit den Mooren ist sowieso wichtig. Viele blenden das komplett aus. Wenn’s auch ohne Torf funktioniert, gibt’s eigentlich keinen guten Grund mehr, ihn zu verwenden. Kurz gesagt: wieder was gelernt und direkt Lust bekommen, selbst mehr mit torffreier Erde und eigenem Kompost zu experimentieren 👍
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das wahre Gräuel ist doch, dass Jahr für Jahr Milliarden von Säcken Blumenerde eingeschweißt in Kunststoff verkauft werden und Palettenweise werden die nochmal mit Laufmetern an Kunststoff umwickelt, was für eine Riesen Müllsauerei.....
Tolle Sicherheits Garten Schuhe. Vorallem fürs klettern 😂
Zu meinem Leidwesen habe ich bisher noch keine gute torffreie gefunden. Bisher nur desaströse Ergebnisse mit verhungerten Jungpflanzen
Ich bin erst vor kurzem "rigottisiert" worden und echt froh, diesen Kanal gefunden zu haben! Tolle Infos, gute Unterhaltung, herzlicher Gastgeber, super Videoqualität. Bei allem, was derzeit weltweit los ist, denke ich beim Schauen immer: Es gibt sie noch, die "bodenständigen" Menschen und die "bodenständige" Unterhaltung.
Solange das Rätsel am Ende ist, dann kann ich entspannt den Rest schauen 😅
Ich habe mein kleines Gewächshaus dieses Jahr wieder mit einer Heißrotte geheizt. Mitte bis Ende März ziehen meine Jungpflanzen alle ins Gewächshaus, da ich drinnen nicht genug Platz habe, nachdem sie alle pikiert sind. Ich habe dieses Jahr relativ viel Efeu und Kirschlorbeer (vom Vorbesitzer 🙄) zurückgeschnitten und alles gehäckselt. Im Gewächshaus dann den Gitterkomposter aufgebaut und alles rein geschichtet. Meine Erfahrung ist, dass es auf jeden Fall gut heiß wird, wenn ich es relativ dicht schichte. Ich kleide sogar den Komposter mit Pappe aus, bevor ich ihn befülle. Am Ende verdichte ich alles ein wenig oder lege sogar Steinplatten darauf. Nach zwei bis drei Tagen hatte ich eine Temperatur von über 70°. Ich versuche es so zu timen, dass ich bei vorhergesagten Nachtfrösten so meinen kleinen Radiator unterstütze (der ist so eingestellt, dass die Temperatur nachts nicht unter 3 oder 4 ° sinkt...). Nach drei Tagen oder so sinkt die Temperatur dann langsam ab. Wenn sie so bei 40-50° angekommen ist, schichte ich ihn um und es wird nochmal richtig heiß. Das ganze hat ungefähr ein Volumen von ca 0,7 m³ , ist also nicht besonders groß. Ich finde nicht, dass es faulig riecht, aber es riecht schon merklich anders als im normalen Kompost, so ein bisschen nach Silage. Als Biologin habe ich mich ein wenig damit beschäftigt, wer da so arbeitet. Es ist wohl je nach Phase und Bereich eine Mischung von anaeroben (ohne Sauerstoff arbeitend) und aeroben (mit Sauerstoff arbeitend) Organismen, die z.T sehr thermophil (also hitzetolerant) sind. Die meisten der Organismen während der heißen Phase (oder zumindest am Ende dieser) sollten eher anaerob sein, da selbst in einem locker aufgeschichteten Haufen im Inneren schnell der Sauerstoff aufgebraucht sein sollte, wenn da so die Post abgeht... Da das Ganze bei mir silageartig riecht und einen sauren Eindruck macht (nein, ich habe nicht probiert :-) ) sind es wohl vor allem Gärungsprozesse, die eher anaerob ablaufen. Innerhalb des Haufens und während des Prozesses bilden sich immer wieder neue Gleichgewichte verschiedener Organismen (meist Bakterien, aber auch Pilze), die verschiedene Stoffwechselwege haben (z.B. eben Milchsäuregärung). Man sollte wohl beim umschichten oder ausräumen eine gute Maske tragen, früher gab es die sogenannte Drescherkrankheit bei Bauern, die sowas öfter eingeatmet haben. Letztendlich packe ich das Ergebnis (abwechselnd mit frischen Sachen und halbfertigem Kompost ) beim Aufsetzen eines Komposthaufens mit da rein, wo dann ganz normal fertig kompostiert wird. Das habe ich vor drei Tagen gemacht und da drin sind bis jetzt nur so 40°, da scheint jetzt also irgendwas anderes zu passieren. Ich denke, es liegt vor allem an dem sehr homogenen Material (alles Häckselgut, gleich frisch). Wer mal vergessen hat, nach dem Rasenmähen den Fangsack zu leeren, weiß, dass es da drin auch schon am nächsten Tag recht heiß wird... 😊
Also hier wird kein einziges Rätsel übersprungen, die Kids bleiben sogar genau deswegen bis zum Ende mit dabei 😅