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Was bleibt von Bosch? Weg vom Auto und raus aus Deutschland | INDUSTRIEMAGAZIN

2025-10-08 News & Politics
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Bosch kämpft um Zukunft: Massiver Jobabbau, Thyssenkrupp trennt sich von Stahlpartner, KI stagniert

Erfahren Sie, wie Stabilitätsanker der deutschen Industrie wie Bosch und Thyssenkrupp radikal umgesteuert werden, und analysieren Sie, warum die Künstliche Intelligenz in Produktion und Logistik trotz hoher Strategien kaum vorankommt.

Short Summary

  • [00:00:17] Bosch baut über 22.000 Stellen ab, primär ausgelöst durch das schwächelnde Kerngeschäft im Automobilsektor.
  • [00:09:41] Thyssenkrupp beendet die Partnerschaft mit Daniel Křetínský und favorisiert nun die indische Jindal-Gruppe für die Stahlsparte.
  • [00:14:25] INNIO Jenbacher nutzt das gestiegene Marktumfeld für einen zweiten, vielversprechenden Anlauf zum Börsengang.
  • [00:18:50] Laut ERA/BME-Studie bleiben operative Bereiche wie Fertigung und Supply Chain bei der KI-Nutzung weit hinter den Erwartungen zurück.

Diese Ausgabe beleuchtet die tiefgreifenden Transformationen der Schwerindustrie, von der Abkehr vom Autogeschäft bei Bosch bis zur Neuordnung des Stahlsektors. Wir decken die Gründe für die Verzögerung bei der industriellen KI-Implementierung auf und zeigen, wie österreichische Champions wie INNIO global expandieren.

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Description

Vor 140 Jahren gründete Robert Bosch sein Unternehmen mit dem Leitsatz „Lieber Geld verlieren als Vertrauen“. Heute steht der Stiftungskonzern vor dem größten Personalabbau seiner Geschichte: über 22.000 Stellen, die meisten in Deutschland. Parallel trennt sich Thyssenkrupp von seiner einstigen Herzkammer, der Stahlsparte, und die Partnerschaft mit Daniel Křetínský steht vor dem Aus. Aus Tirol meldet sich INNIO Jenbacher mit Börsenambitionen und deutlich höherer Bewertung zurück. Dazu die große Industriefrage: Warum kommt KI in Produktion und Supply Chain nicht vom Fleck? Im Studio dazu: Patrick Lichtblau (ERA). Außerdem: Wird mit KNDS ein „Airbus des Heeres“ Realität? *********************** Bosch: Historischer Personalabbau, Autogeschäft im Klemmen Die Robert Bosch GmbH, seit Jahrzehnten Symbol für Stabilität und das deutsche Nachkriegsmodell zwischen Vorstand, Werkbank und Betriebsrat, kürzt in nie dagewesenem Ausmaß: Nach sukzessiven Ankündigungen folgt der große Schritt auf über 22.000 Jobs weniger, vor allem in Deutschland. Der Grund liegt im schwächelnden Autogeschäft: Blockbuster-Innovationen fehlen, der Einstieg in Batterietechnologie wurde verpasst, Investitionen in E-Komponenten und automatisiertes Fahren rechnen sich noch nicht, während klassische Verbrenner-Teile an Relevanz verlieren. Der Stiftungskonzern sucht den neuen Gang jenseits der angestammten Komfortzone – womöglich auch jenseits von Deutschland und Europa. Lesen Sie mehr dazu hier: https://industriemagazin.at/news/bosch-umbau-waermepumpe-jobabbau-autoindustrie/ *********************** Thyssenkrupp & Křetínský: Das Ende einer Stahlromanze Der Traditionskonzern will sein Herzstück, Thyssenkrupp Steel Europe, zumindest teilweise aus der Bilanz heben, am liebsten ganz. Zwar hält Daniel Křetínský bereits 20 Prozent, doch zuletzt präsentierte CEO Miguel López überraschend einen neuen Kandidaten. Das Kapitel einer stürmischen Industriepartnerschaft neigt sich damit dem Ende zu. Es geht um die künftige Architektur des Konzerns, die Rolle des Stahls im Ruhrgebiet und die Frage, wer die grüne Transformation finanziert. Lesen Sie mehr dazu auch hier: https://industriemagazin.at/maschinen-anlagenbau/thyssenkrupp-und-kretinsky-das-ende-einer-stahlromanze/ *********************** KI zwischen PowerPoint und Werkshalle: Warum es hakt Trotz Strategiepapiere in allen Vorstandsetagen bleibt der Einsatz von KI in den Kernbereichen der Industrie erstaunlich niedrig. Eine aktuelle Untersuchung von ERA und BME zeigt große Lücken bei Fertigung und Supply Chain. Im Studio ordnet Patrick Lichtblau (ERA) ein, wo es in der Praxis scheitert, welche Use-Cases sich rechnen und wie Unternehmen aus der Pilotfalle kommen. *********************** INNIO Jenbacher: Vom Zillertal an die Wall Street Der in Tirol beheimatete Motorenbauer plant den nächsten Anlauf an die Börse. Nach dem Stopp 2022 hat sich das Umfeld gedreht: Produktion in Jenbach sowie in Nordamerika, globale Nachfrage, zweistellige Milliardenbewertung. Der Eigentümer will nun Kapitalmarktfenster und Momentum nutzen. Wir blicken auf Zahlen, Story und Risiken. Mehr dazu lesen Sie hier: https://industriemagazin.at/news/vom-zillertal-an-die-wall-street-innio-vor-dem-boersengang/ *********************** Airbus des Heeres? KNDS als Hoffnungsträger Europa leistet sich über 20 Panzer-, Artillerie- und Fahrzeugprogramme mit unterschiedlichen Systemen und Ersatzteilen. Das kostet Geld, Zeit und Einsatzfähigkeit. Ein „Airbus des Heeres“ könnte Standardisierung, Geschwindigkeit und Interoperabilität bringen. KNDS, das deutsch-französische Joint Venture hinter Leopard und Leclerc, gilt als möglicher Champion. Wir diskutieren, was dafür nötig ist und wo die nationalen Interessen bremsen. Noch mehr Informationen dazu gibt es hier: https://industriemagazin.at/news/knds-plant-boersengang-ein-ruestungsgigant-zwischen-vision-und-realitaet/ *********************** 📢 Abonnieren Sie unseren Kanal und bleiben Sie mit uns informiert! @INDUSTRIEMAGAZIN ✉ Verpassen Sie keine Neuigkeiten: https://industriemedien.at/shop/industriemagazin-newsletter/ *********************** 📢 Das INDUSTRIEMAGAZIN ist Ihr wöchentlicher Deep Dive in die Welt der österreichischen und internationalen Industrie. Hier erwarten Sie fundierte Analysen, klare Einordnungen und starke Gäste. 🎤 Moderation: Rudolf Loidl 🎬 Team INDUSTRIEMAGAZIN: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck Jeden Mittwoch um 11:30 Uhr auf: YouTube: @INDUSTRIEMAGAZIN N Website: https://industriemagazin.at/news-tv/ Das INDUSTRIEMAGAZIN ist das Leitmedium für die produzierende Wirtschaft und deren Dienstleister in Österreich. Zur Website: https://industriemagazin.at/ WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029VaDa2zn7tkj0uOb3UI0w

Top Comments (10)

@l.k.1011 2025-10-08

Bosch ist ein gutes Beispiel wie der enorme Stellenabbau von Unternehmen heruntergespielt wird. Heimisches Beispiel ist zB das W&H Dentalwerk - man schmeißt laufend Leute raus, aber nie mehr als 30, so muss keine Voranmeldung passieren und es wird auch nicht groß von den Medien aufgegriffen. Ähnliche Vorgänge passieren laufend.

191 27 replies
@inspektorh.3860 2025-10-08

Ich verstehe die Aufregung um Bosch nicht. Die heutige Situation wurde doch bereits Anfang der 2000er gelegt. Als alle nach China rannten. So auch Bosch. Kapitalismus eben. Wen vom Bosch-Management auf der Schillerhöhe interessiert sich für die Mitarbeiter? Sorry, auch hier geht es um Bonuszahlungen. Zudem kommen die neu in die Geschäftsleitung eingetretenen nicht mehr aus dem eigenen Unternehmen.

77 3 replies
@asker3042 2025-10-07

Bosch hat ja falsche Leute eingestellt, die nicht effizient arbeiten und zu wenig liefern. Ich war mal drin...

52 5 replies
@philippgampe8120 2025-10-12

Super Sendung! Ich finde es super, dass ihr als österreichisches Magazin immer auch über Deutschland berichtet. Bisher habe ich kein vergleichbares Magazin aus Deutschland gesehen. Ich hoffe, dass der Börsengang von INNIO klappt. Jenbacher macht einen guten Job mit seinen Produkten.

45 1 replies
@vatanmtemelimdir8715 2025-10-08

CDU Wähler wir danken es euch 🙏🏼

37 9 replies
@daisypfeffer6946 2025-10-08

Schon krass, in welcher Geschwindigkeit das jetzt alles geht! 😢

37 7 replies
@samohta7090 2025-10-08

18:00 Rekapitulieren wir das mal, was der Herr Berlin da getrieben hat: CEO bei genau dem ThyssenKrupp, das jetzt zerschlagen werden soll, weil gerade das Kerngeschäft nicht mehr rentabel ist. Im Top-Management bei Siemens, welches auf staatliche Bürgschaften angewiesen ist, damit man nicht Konkurs geht. Ach, und Chef von Osram, was auch nur noch durch Abspaltung und Schließung von Geschäftsbereichen in die Schlagzeilen kommt. Da haben sich die Österreicher ja echt einen Experten ins Haus geholt 🤣

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@peterminten3736 2025-10-08

As a Dutchman emigrated to New Zealand 16 years ago, this is one of the best industrial programs I have ever watched. Very close to the shop floor; a distance away from the board room. And….I like the humour from the moderator.

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@maxmadmax8729 2025-10-08

Das ist erst der Anfang. Welche Firmen hängen da dran. Dienstleistungen und zum Schluss auch die immobilien

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@ingo_8628 2025-10-08

Einen Mythos kann man nicht essen, am Ende muß ein Gewinn bleiben.

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