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BASF: Flucht nach China – Warum der Chemieriese Deutschland hinter sich lässt | INDUSTRIEMAGAZIN

2025-10-15 News & Politics
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BASF, Opel und das Grüne Auto-Trauma: Europas Industrieller Kompassverlust

Europa verliert im Sektor Chemie und Auto seinen globalen Anschluss, da teure Energie und starre Regulierung strukturelle Abhängigkeiten in Asien zementieren. Verstehen Sie die strategischen Fehler und die unbequeme Wahrheit hinter der drohenden Deindustrialisierung Deutschlands.

Short Summary

  • BASF reagiert auf das Ende des billigen russischen Gases mit einem milliardenschweren Umzug der Zukunft nach China. Die Abhängigkeit verlagert sich nur strategisch, nicht sektoral.
  • Die europäische Autoindustrie erleidet aufgrund der aggressiven E-Mobilitätsstrategie Marktanteile, da sie technologisch und kostenmäßig hinter China zurückliegt.
  • Die Kombination aus hohen Energiekosten, Bürokratie und Risikoaversion lähmt traditionelle europäische Stärken wie Präzision und Effizienz.
  • Analysieren Sie, wie die Politik mit dem "Aus vom Aus" des Verbrenners reagiert und warum dies die grundlegenden Probleme der Transformation wahrscheinlich nur verschiebt.

Dieser Beitrag untersucht drei Fallstudien – BASF, Opel und die gesamte europäische Autoindustrie –, um die tiefgreifende industrielle Krise Europas zu beleuchten. Der Fokus liegt auf der Suche nach einer neuen Geschäftslogik angesichts von Dekarbonisierung, externen Abhängigkeiten und Identitätsverlust im produzierenden Sektor.

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Description

Deutschlands industrielle DNA steht unter Strom – und zwar unter Hochspannung. BASF, einst Synonym für Energieeffizienz und Chemiekompetenz, muss nach dem Ende des russischen Gaswunders seine Geschäftslogik neu erfinden und verlagert die Zukunft nach China. Opel, früher Ikone deutscher Ingenieurskunst, hat seine Seele an globale Synergien verkauft und überlebt heute als standardisiertes Bauteil im Stellantis-System. Parallel dazu kämpft die gesamte europäische Autoindustrie mit ihrem „grünen Auto-Trauma“: Der ambitionierte Weg in die Elektromobilität offenbart eine gefährliche Abhängigkeit von fremden Technologien und politischen Illusionen. Drei Fallstudien eines Kontinents, der zwischen Dekarbonisierung, Deindustrialisierung und Identitätsverlust seinen industriellen Kompass sucht. ************************ Auf der Suche nach Wireless Funtional Saftey? Hier geht's zu DEWINE Labs: https://dewinelabs.com/de/linkblu-fs-9f3b2e/ ************************** 📢 Abonnieren Sie unseren Kanal und bleiben Sie mit uns informiert! @INDUSTRIEMAGAZIN ✉ Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr mit unserem Newsletter - HIER abonnieren: https://industriemedien.at/shop/industriemagazin-newsletter/ ************************** BASF, einst das industrielle Flaggschiff Deutschlands, erlebt einen radikalen Strukturwandel. Der Ukrainekrieg zerstörte das auf billigem russischem Gas basierende Erfolgsmodell Ludwigshafen. Während das Stammwerk stillgelegt und umgebaut wird, investiert BASF über zehn Milliarden Euro in ein neues Megawerk im chinesischen Zhanjiang – ein symbolischer Machtwechsel von Rhein zu Südchina. Unter Ex-CEO Brudermüller begann die Flucht aus Europa, sein Nachfolger Kamieth trimmt den Konzern nun auf Profitabilität, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Doch hinter der strategischen Neuausrichtung steht eine unbequeme Wahrheit: BASF bleibt abhängig – nur der Autokrat hat gewechselt. ************************** Opel, einst Inbegriff deutscher Ingenieurskunst, wurde im Laufe eines Jahrhunderts von einem Volksauto-Pionier zu einem Gleichteile-Klon globaler Konzernlogik degradiert. Vom visionären Familienbetrieb zum Aushängeschild des Wirtschaftswunders, dann zum Spielball amerikanischer Kostenkiller und französischer Plattformstrategen – die Marke verlor schrittweise das, was sie einst ausmachte: Qualität, Eigenständigkeit und Identität. Heute ist Opel profitabel, ja – aber nur als Rädchen im Stellantis-Baukasten. Der Blitz blitzt noch, aber das Leuchten ist fremdgetankt. ************************** „Das grüne Auto-Trauma“ erzählt die Geschichte einer europäischen Vision, die an der Realität zerschellt. Nach dem Verbrenner-Aus 2022 wollte Europa zum globalen Vorreiter der Elektromobilität werden – doch zwischen Dieselskandal, Energiekrise und chinesischem Technologievorsprung zerbröckelt das Selbstvertrauen der Autoindustrie. Während China produziert und die USA investieren, verliert Europa in Regulierung, Kosten und Selbstzweifeln den Anschluss. Das E-Auto wurde vom Symbol des Aufbruchs zum Blitzableiter einer ganzen Wirtschaftsepoche. Was bleibt, ist die Frage: Braucht Europa ein „Aus vom Aus“, um überhaupt wieder Fahrt aufzunehmen? ************************** 📢 Das INDUSTRIEMAGAZIN ist Ihr wöchentlicher Deep Dive in die abwechslungsreiche Welt der österreichischen und internationalen Industrie. Hier erwarten Sie spannende Einblicke und informative Beiträge zu aktuellen Themen. 📢 🎤 Moderation: Rudolf Loidl 🎬 Team INDUSTRIEMAGAZIN: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck Jeden Mittwoch um 11:30h auf folgenden Kanälen: YOUTUBE: @INDUSTRIEMAGAZIN Website: https://industriemagazin.at/news-tv/ Das INDUSTRIEMAGAZIN ist das Leitmedium für die produzierende Wirtschaft und deren Dienstleister in Österreich. Zur Website: https://industriemagazin.at/ WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029VaDa2zn7tkj0uOb3UI0w

Top Comments (10)

@arthurdent3358 2025-10-15

Ludwigshafen & Mannheim werden das Detroit der Chemieindustrie werden...

296 24 replies
@RaZoRoZaRo 2025-10-15

Die Deindustrialisierung nimmt weiter fahrt auf. Und beim ÖRR wird bei den Sendungen darüber diskutiert ob die aktuelle Marktlage ein Anzeichen für eine sich anbahnende Deindustrialisierung ist. Es wird der Eindruck vermittelt, dass es nicht so schlimm ist und es dann schon wieder kommt. Wer das nicht geschnallt hat, dass wir mitten in diesem Prozess sind, der hat echt den Schuss nicht gehört…

253 31 replies
@gabyherrmann9894 2025-10-15

BASF wird nicht das einzige Unternehmen sein, viele werden Deutschland noch verlassen, wenn die Grundlagen wegfallen, ist Schluss mit Lustig. Hamburg darf sich freuen.

129 27 replies
@JörgCapito 2025-10-26

Irgendwann wird die Politik merken, dass man die Kuh, die man geschlachtet hat, nicht mehr melken kann.

93 3 replies
@Schneiderhahn 2025-10-15

1:26 "Die Liste der Werksschließungen liest sich wie das Inhaltsverzeichnis der gesamten Industrie"

88 2 replies
@Args-z7c 2025-10-15

Wow, wirklich alles super zusammengefasst. Ich freue mich immer sehr auf eure Updates.

47 2 replies
@kynismos 2025-10-20

Ohne billige Energie macht Industrie in Deutschland keinen Sinn.

44 2 replies
@angelazalewski1891 2025-10-15

Die Bürokratie killt alles

32 5 replies
@ich3601 2025-10-16

Die harte Landung ist schon da und kann somit nicht mehr verhindert werden. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass wir in Deutschland russisches Gas abstellen und BASF folgerichtig dem billigen (russischen!) Gas nach China hinterherzieht. Auf lange Sicht wird BASF ein chinesisches Unternehmen werden und vielleicht ein zweites Mal zur industriellen Basis eines Landes gehören.

23 3 replies
@meienberg1 2025-10-16

Ich habe heute das erste Mal diese Sendung gesehen. War erstaunt, wie offen, kritisch und interessant berichtet wurde. Vielen Dank. Bin nun auch weiterhin dabei.

15 1 replies

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