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Stellantis macht Dicht: Fiat, Opel & Peugeot vor dem Stillstand | INDUSTRIEMAGAZIN

2025-10-01 News & Politics
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Industriekrisen: Stellantis stoppt Produktion, Kiekert scheitert an Geopolitik und russischer Stahl leidet unter Zinslast

Erfahren Sie, wie der Stellantis-Konzern Produktionsstopps anordnet, um Lager zu senken, wie geopolitische Abgrenzung einen deutschen Weltmarktführer in die Pleite treibt, und welche harten Schritte Böhler Bleche wegen Energiekosten drohen.

Short Summary

  • Der Stellantis-Konzern reagiert auf schwache Nachfrage und E-Transformationsprobleme mit temporären Werksstillständen in Europa im Oktober.
  • Der deutsche Schließsystemspezialist Kiekert meldet Insolvenz an, primär ausgelöst durch die toxische Eigentümerstruktur, die mit chinesischen Staats- und Militärkonzernen verbunden ist.
  • Böhler Bleche in Österreich sieht sich trotz voller Auftragsbücher durch explodierende Energiekosten und US-Strafzölle existenzbedroht.
  • Russland setzt der kriselnden Stahlindustrie ein Insolvenzmoratorium auf, das Experten als kurzfristigen Aufschub ohne echte strukturelle Lösung bewerten.

Dieser Beitrag analysiert die aktuellen Herausforderungen europäischer Industrieikonen und Schlüsselzulieferer. Wir beleuchten die spezifischen Ursachen von Absatzkrisen (Stellantis), geopolitischen Risiken (Kiekert) und Kostenstrukturen (Böhler Bleche). Darüber hinaus erhalten Sie Einblick in die komplexen Hürden der Automatisierung am Beispiel des Bin Picking, das mangels Standardisierung weiterhin maßgeschneiderte Lösungen erfordert.

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Description

Stellantis zieht die Notbremse: Mehrere europäische Werke gehen im Oktober in Zwangspause, um Lagerbestände zu senken. Gleichzeitig rutscht der deutsche Türschloss-Spezialist Kiekert in die Insolvenz – ein Symbol dafür, wie geopolitische Risiken Industrie-Ikonen treffen. In Österreich kämpft Böhler Bleche trotz voller Auftragsbücher mit hohen Energiekosten und schwacher Konjunktur. Und in Russland versucht der Kreml, die Stahlbranche mit einem Insolvenz-Moratorium zu stabilisieren – Zeitgewinn ohne echte Lösung. Zudem sprechen wir über industrielles Bin Picking und warum es bis heute keine Standardlösung gibt. 📢 Abonnieren Sie unseren Kanal und bleiben Sie informiert! @INDUSTRIEMAGAZIN ✉ Newsletter abonnieren: https://industriemedien.at/shop/industriemagazin-newsletter/ Stellantis macht dicht: Warum im Oktober Werke stillstehen Opel, Fiat, Alfa Romeo oder Lancia – viele Traditionsmarken des Stellantis-Konzerns sind heute nur noch Schatten ihrer selbst. Die Gründe reichen von der stockenden E-Transformation über schwache Neuwagennachfrage bis zu strukturellen Problemen im Konzern. Im Oktober werden mehrere Werke in Europa für Wochen pausieren, um Bestände abzubauen. Kurzfristige Schließungen allein werden Alfa Romeo oder Lancia aber kaum retten. https://industriemagazin.at/news/stellantis-produktionsstopp-europa-absatzkrise-2025/ ******************* Kiekert-Insolvenz: Der lange Schatten aus China Der Automobilzulieferer Kiekert, Erfinder der Zentralverriegelung und mit über 20 Prozent Weltmarktanteil global führend, hat Insolvenz angemeldet. Auslöser war die Eigentümerstruktur: Die chinesische North Ling-Yun Industrial Group gehört zu einem Militärgüterkonzern, was Banken, Kunden und Investoren abschreckte und den Zulieferer ins Straucheln brachte. https://industriemagazin.at/news/kiekert-insolvenz-wie-chinas-schatten-den-weltmarktfuehrer-fuer-autoschloesser-zu-fall-bringt/ ******************* Bin Picking: Viel Show, wenig Standard Bin Picking klingt nach gelöstem Problem, ist in der Praxis aber hochkomplex. Standardlösungen scheitern oft an Flexibilität und Leistungsfähigkeit, weshalb Firmen auf maßgeschneiderte Integrationen setzen. Beim jährlichen Bin Picking Forum treffen sich Kunden, Robotik-, Greif- und Kameraherstellern sowie Softwareanbieter, um konkrete Teile und Probleme gemeinsam zu bearbeiten. Im Interview: Mitorganisator Manfred Winter vom Kameralösungshersteller Optonic. https://industriemagazin.at/news/bin-picking-forum-2025-robotik-automation/ ******************* Böhler Bleche: Wenn volle Auftragsbücher nicht reichen Nach dem Verkauf der deutschen Schwester Buderus Edelstahl an Mutares folgte die Zerschlagung; das Werk in Wetzlar wird heruntergefahren. Auch in der Steiermark lastet die Lage: hohe Energiepreise, schwache Konjunktur, US-Strafzölle. Nun stehen deutlich härtere Schritte im Raum – von großflächigen Kündigungen im Stammpersonal bis zur Frage nach der Zukunft des Werks Böhler Bleche in Mürzzuschlag. https://industriemagazin.at/news/voestalpine-im-wuergegriff-der-kosten-droht-boehler-bleche-das-aus/ ******************* Russland: Pleite auf Eis Die russische Stahlindustrie steckt in der tiefsten Krise seit dem Zerfall der Sowjetunion. Eine Mischung aus Nachfragerückgang, Sanktionen und Billigimporten aus China drückt die Produktion. Der Kreml reagiert mit einem Insolvenz-Moratorium: Es stoppt zwar förmlich Pleiten, löst aber keine Probleme wie Überkapazitäten oder Nachfrageflaute. Selbst Branchengrößen wie Severstal oder NLMK rechnen mit Verlusten. https://industriemagazin.at/news/putin-greift-mit-notmassnahme-durch-russlands-stahlindustrie-kollabiert/ ******************* Kapitel: 00:00 Intro 01:14 Stellantis 10:36 Kiekert Insolvenz 16:56 Bin-Picking 23:29 Böhler Bleche 27:34 Russlands Stahl 33:47 Outro ******************* 📢 Das INDUSTRIEMAGAZIN ist Ihr wöchentlicher Deep Dive in die Welt der österreichischen und internationalen Industrie. 🎤 Moderation: Rudolf Loidl 🎬 Team INDUSTRIEMAGAZIN: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck Jeden Mittwoch um 11:30 Uhr auf: YouTube:@INDUSTRIEMAGAZIN Website: https://industriemagazin.at/news-tv/ Das INDUSTRIEMAGAZIN ist das Leitmedium für die produzierende Wirtschaft in Österreich. Zur Website: https://industriemagazin.at/ WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029VaDa2zn7tkj0uOb3UI0w

Top Comments (10)

@fabianrus6006 2025-10-01

Mal ehrlich. Man baut nur noch Fahrzeuge, die der Kunde nicht will. Dazu noch überzogene Preise, schlechte Technik!

1.0k 114 replies
@kml9166 2025-10-01

Die Manager gehören als erstes entlassen. Die haben katastrophale Entscheidungen getroffen.

575 27 replies
@zaza5390 2025-10-01

Faszinierend ist dass man schon vor 20 Jahren gesagt hat dass der Ausverkauf an China in die Binsen gehen wird. Und nun, da es so weit ist... welche Überraschung.

283 21 replies
@IstdasKunstoderkanndasweg 2025-10-01

😂 Gewinnmaximierung geht so lange gut, bis die Qualität so schlecht ist, dass der Kunde nicht mehr bereit ist aberwitzige Preise für schlechte Qualität zu bezahlen. VW spielt da auch ganz vorne mit. Selbst Mercedes ist nicht mehr das, was es mal war. Und Schuld ist natürlich China, nicht das unfähige Management.

257 26 replies
@gunterbartsch9284 2025-10-01

Folgendes Zitat ist universell verwendbar: "Autos kaufen keine Autos." Henry Ford

210 12 replies
@molnrire 2025-10-01

Ich habe fast zwanzig Jahre im ungarischen Werk eines großen deutschen Automobilkonzerns gearbeitet. Eines hat sich trotz aller Krisen stetig weiterentwickelt: die Firmenwagen und sonstigen Vergünstigungen für die deutschen und ungarischen Führungskräfte.

151 10 replies
@ingo_8628 2025-10-01

Man kann nicht endlos Kosten kappen, am Ende muß man eben ein ansprechendes Produkt zum richtigen Preis haben. Da werden auch externe Berater und der Verkauf von Marken nix helfen.

144 7 replies
@adrianguggisberg3656 2025-10-02

Wenn erst mal McKinzey am Werk ist, dauerts meist nicht mehr lange, bis die Lichter aus gehen.

67 6 replies
@sandyberger-r9j 2025-10-02

Ich fahre seit zwei Jahrzehnten Fiat Panda, nicht gerade luxuriös, aber sparsam und praktisch. Ich hoffe, dass ich das auch in Zukunft noch kann 😢

29 1 replies
@Gornemant 2025-10-02

Wer hätte das nur vorhersehen können, dass ständig steigende Preise, abnehmende Qualität, schlimmere geplante Obsoleszenz und bewusst kompliziert gemachte Wartung irgendwann die Käufer abschrecken, besonders wenn die Menschen immer weniger verdienen im Vergleich zu den Lebenskosten. FAFO

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