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Im Westen nichts Neues: Die Geschichte dahinter

2023-03-09 People & Blogs
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Description

Ob als Buch oder Film: „Im Westen nichts Neues” fasziniert unzählige Menschen. Und das schon fast seit hundert Jahren. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Soldaten im Ersten Weltkrieg, seine Leiden, der brutale und offensichtlich sinnlose Stellungskampf an der Westfront. Die Neuverfilmung des Klassikers könnte nun einer der erfolgreichsten deutschen Filmproduktionen überhaupt werden: Für neun Oscars ist die Netflix-Produktion nominiert, beim britischen Filmpreis Bafta hat „Im Westen nichts Neues” schon sieben Auszeichnungen abgeräumt. Der Buchautor Erich Maria Remarque wusste, wovon er schreibt. Er kämpft selbst als junger Mann im Ersten Weltkrieg. Sein Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues” wird, als er im Januar 1929 auf den Markt kommt, zum Welterfolg und bis dahin besten deutschen Bestseller. Auch, weil er in Deutschland eine hitzige politische Debatte darüber auslöst, wie der Weltkrieg zu bewerten sei. Auch Hollywood wird damals schnell auf den Bestseller aufmerksam. Die erste Verfilmung feiert schon ein Jahr nach der Buchveröffentlichung Premiere. Sie wird sogar mit dem Oscar als „Bester Film” geehrt. In Deutschland befeuert der Film die Debatte um „Im Westen nichts Neues” erneut, auch weil er von einem jüdischen Deutsch-Amerikaner, Carl Laemmle, produziert wurde. Joseph Goebbels und die Nationalsozialisten fahren eine Schmutzkampagne gegen Autor und Film. Sie sorgen mit Störaktionen und Protesten bald dafür, dass der Film trotz der bereits umfassenden Zensur ganz aus den Kinos verschwindet. Wie sie das erreichen und wie der Film den Nazis auf dem Weg zur Macht hilft, erfahrt ihr in diesem Video. Kapitel: 00:00 Intro 01:12 Terror im Kinosaal 02:18 Das Buch: darum geht’s 04:49 Der Autor und die heftigen Reaktionen 06:50 Vom Buch zum Film 08:45 Goebbels‘ Kampf gegen „Im Westen nichts Neues“ 11:20 „Im Westen nichts Neues“ bis heute Primärquellen: All Quiet on the Western Front, Lewis Milestone (R), USA 1930 (DVD-Ausgabe 2005). FRÖHLICH, E. (Hrsg.), Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte und mit Unterstützung des Staatlichen Archivdienstes Rußlands, Teil 1: Aufzeichnungen 1923 – 1941, Band 2/I: Dezember 1929 – Mai 1931, bearb. v. Anne Munding, München 2005. REMARQUE, E. M., Im Westen nichts Neues. Herausgegeben und mit Materialien versehen von Thomas F. Schneider, Köln 2016³ (Original: 1929). SCHRADER, B. (Hrsg.), Der Fall Remarque. Im Westen nichts Neues. Eine Dokumentation, Leipzig 1992. Sekundärliteratur: BINZ, G., Filmzensur in der deutschen Demokratie. Sachlicher Wandel durch institutionelle Verlagerung von der staatlichen Weimarer Filmprüfung auf die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in der Bundesrepublik?, Trier 2006, zugl. Speyer, Univ. Diss., 2005. DÖRP, P., Goebbels’ Kampf gegen Remarque (II). Eine Untersuchung über die Hintergründe des Hasses und der Agitation Goebbels’ gegen den amerikanischen Spielfilm Im Westen nichts Neues nach dem gleichnamigen Bestsellerroman von Erich Maria Remarque, in: Erich-Maria-Remarque-Jahrbuch, 3 (1993), S. 45 – 72. EKSTEIN, M., War, Memory, and Politics: The Fate of the Film All Quiet on the Western Front, Central European History, 13, 1 (1980), S. 60 – 82. LINDER, A. P., Great War Narrative into Film. Transformation, Reception, and Reaction, in: International Fiction Review, 28, 1 (2008), S. 1 – 12. McGUIRE, J. T., Filtering and Interperting The Great War: All Quiet on the Western Front, Journey’s End, Westfront 1918, and Their Perspectives on World War I, in: Quarterly Review of Film and Video, 33 (2016), S. 667 – 680. VOLK, S., Skandalfilme. Cineastische Aufreger gestern und heute, Marburg 2011. WULFF, H. J., Im Westen nichts Neues, in: KLEIN, T./STIGLEGGER, M./TRABER, B. (Hgg.), Filmgenres. Kriegsfilm, Stuttgart 2006, S. 46 – 56. "Erich Maria Remarque: Mit 'Im Westen nichts Neues' zum Star", https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/Erich-Maria-Remarque-Mit-Im-Westen-nichts-Neues-zum-Star,remarque100.html (27.2.). "Die Schwester des Verfemten", https://www.zeit.de/2020/37/elfriede-scholz-erich-maria-remarque-schwester (27.2.) Schau da unbedingt rein: Terra X History bei Instagram: https://www.instagram.com/terraxhistory/ Terra X in der Mediathek: https://terra-x.zdf.de/?at_medium=custom3&at_campaign=158&at_custom1=youtube Terra X History bei YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCA3mpqm67CpJ13YfA8qAnow Eine Produktion der objektiv media GmbH für Terra X. Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Kai Jostmeier Producer: Andreas Sommer Redaktion (OM): Inga Haupt Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter, Bernd Mütter

Top Comments (10)

@meinhund...undmehr6014 2023-03-15

Ein Zitat von Erich Maria Remarque: „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.“

1.2k 10 replies
@felipekesseler3944 2023-03-09

Das Buch habe ich zwar nicht in der Schule gelesen, meine Geschichts-LK Lehrerin hat aber jedem von uns zum Abschied ein Buch geschenkt, von welchem sie glaubt, es würde zu uns passen. Mir hat sie dieses Buch geschenkt. Ich glaub, besser hätte sie es nicht treffen können!

2.2k 19 replies
@sienna8872 2023-03-10

Mich hat besonders die Stelle berührt, in der Paul einen französischen Soldaten schwer verwundet hatte und dann zusehen musste, wie er starb. "Vergib mir, Kamerad, wie konntest du mein Feind sein? Wenn wir diese Waffen und diese Uniform fortwerfen, könntest du ebenso mein Bruder sein wie Kat und Albert. Nimm zwanzig Jahre von mir, Kamerad, und stehe auf- nimm mehr, denn ich weiss nicht, was ich damit noch beginnen soll." Pauls Worte an dieser Stelle des Buches zeigen auf, was Remarque uns mitgeben wollte; wie verloren und verstört man sich als junger Mensch gefühlt haben muss, nach den Grauen des Krieges wieder nach Hause zu gehen und einen normalen Alltag bewältigen zu müssen. Vielen Dank, dass ihr das Buch und die Filme thematisiert. Hoffentlich gerät das Werk niemals in Vergessenheit.

762 6 replies
@beaearth9273 2023-04-11

Ich habe das Buch mit 16 Jahren gelesen, es stand im Bücherregal meiner Mutter. Das war 1978 . Das Buch hat mich damals sehr mitgenommen. Mein Großvater war auch im Krieg - auf der Krim - und nach Kriegsende sind seine Kameraden und er zu Fuß zurück nach Deutschland gelaufen. Er hat erzählt, zum Schluss waren die Stiefel durchgelaufen und die Männer haben sich Lappen um die Füße gewickelt um weiterlaufen zu können. Mein Großvater war nach seinen Kriegserlebnissen sein Leben lang depressiv. Was die Soldaten und die Bevölkerung im Ukraine Krieg und anderen Kriegen durchmachen muss furchtbar sein. Ich bete jeden Tag für Frieden.

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@Saco-de-Basura 2023-03-10

Ein sehr eindringliches Buch, ich habe es im Alter von 16 Jahren das erste Mal gelesen, jedoch nicht immer verstanden. Als ich dann älter war, habe ich es nochmal gelesen und verstanden. Übrigens, ich habe eine Ausgabe von 1929, welche mir von meinem Opa vermacht wurde und worauf ich sehr stolz bin.

212 1 replies
@allesklar6692 2023-03-09

Ich (54) habe das Buch mit 15/16 gelesen, auch den Film (2 Jahre später?) gesehen. Hat mich schwer bewegt und beeindruckt. Auch, weil mein Opa mit 16 noch in diesen Krieg ziehen musste und auch den 2. Weltkrieg überstand. Leider war er psychisch und physisch ein gebrochener Mann und starb mit 62, noch bevor ich geboren wurde. Meiner Tochter (16) habe ich dieses Buch vor ca. 1 Jahr ans Herz gelegt und sie war restlos begeistert. Nun werden wir uns gemeinsam die Neuverfilmung ansehen.

755 42 replies
@jonasiksantv9136 2023-03-09

Meiner Meinung nach das größte literarische Meisterwerk das je geschrieben wurde. Ich liebe dieses Buch von ganzem Herzen

142 9 replies
@kiria8559 2023-03-09

Ich habe den aktuellen Film gesehen und fand sehr gut wie realistisch er in allen Dingen war. Beim schauen wurde ich teilweise schon sehr eingeschüchtert und der Gedanke, dass Menschen das echt erlebt haben ist verstörend. Sehr guter Film und nur zu empfehlen!

398 20 replies
@philomenak.8949 2023-03-10

Wir haben damals in der 9. Klasse im Geschichtsunterricht den Film von 1930 gesehen und ich fand ihn sehr beeindruckend, berührend und war danach definitiv sehr emotional aufgewühlt, da mein Großvater im 2. Weltkrieg gekämpft hatte, mit gerade einmal 19 Jahren. Mein Urgroßvater war in beiden kriegen und hat es nie verwunden

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@cpumeter7921 2023-03-14

Das war meines achtens eines der einzigen Bücher, die wir in der Schule gelesen haben, die nicht nur sehr "unterhaltsam" (bei dem ich richtig mitfiebern konnte und betroffen war) waren sondern mir auch wirklich klar gemacht hat wie schlimm Krieg ist bzw. war. Ich finde solche Literatur ist wesentlich lehrreicher als z.B. Faust.

34 1 replies

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