Jean Asselborn, Ex-Außenminister Luxemburgs über Europa, USA & Israel - Jung & Naiv: Folge 768
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Top Comments (10)
Gutes aufklärendes Interview. Jean Asselborn steht für die Generation, welche die Vorteile der Europäischen Union erlebt hat und die heutigen Bedrohungen klar erkennt.
Was für ein interessantes Gespräch. Gerade das Ende.
Ich fand die Diskussion im Interview interessant, möchte aber zu einem Punkt kurz etwas ergänzen – nämlich zur Frage, warum Luxemburg heute noch eine Monarchie ist. Oft wird angenommen, dass eine Republik automatisch die “modernere” oder “bessere” Staatsform sei. Aber die Geschichte Luxemburgs zeigt, dass es dafür keinen Anlass gab. Anders als in vielen anderen Ländern, wo Monarchien abgeschafft wurden, weil die Herrschenden ihre Macht missbraucht hatten, gab es in Luxemburg keinen solchen Bruch mit der Monarchie – mit einer Ausnahme: Großherzogin Marie-Adelheid. Sie wurde als zu umstritten empfunden und musste abdanken. Wichtig ist: Nach ihrer Abdankung wurde das luxemburgische Volk gefragt, ob es eine Republik werden oder die Monarchie beibehalten wolle. Die Wahl war demokratisch – mit Wahlpflicht, und sowohl Männer als auch Frauen durften abstimmen. Die Mehrheit sprach sich für die Monarchie aus. Und nicht nur das: Man wählte auch aktiv, wer das Amt übernehmen sollte – Großherzogin Charlotte, die Schwester von Marie-Adelheid. Daher stimmt es nicht ganz, dass die Luxemburger „nie wählen konnten“, wer ihr Staatsoberhaupt ist. Sie haben es getan – und später auch bewusst nie gegen die Nachfolger (Jean, Henri) protestiert oder sie abgesetzt, obwohl das möglich gewesen wäre. Auch Großherzog Henri hat in einem demokratischen Prozess Macht abgegeben, als es notwendig war. Die luxemburgische Monarchie basiert heute auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens. Dass der Thronfolger nicht direkt gewählt wird, ist für viele außerhalb schwer nachvollziehbar – trotzdem bleibt der Großherzog ein Staatsoberhaupt „in Volkes Gnaden“. Und das ist nicht weniger demokratisch, sondern einfach eine andere Form, wie Demokratie und Tradition zusammenwirken können.
Ein super Gespräch. An anderer Stelle hat der Radfahrer A. Schleck von seinen Ausfahrten mit Jean Asselborn erzählt: Als Aussenminister eines kleinen Landes wie Luxemburg habe man recht viel Zeit für sowas. ;) Vielleicht wäre es eine Idee das politische Personal aus Berlin öfter per Rad ins Grüne zu schicken. Bleibt weniger Zeit für Unsinn und mehr Zeit zum Reflektieren.
Danke, es war ein in jeder Hinsicht interessantes Gespräch mit Jean Asselborn, schade, dass es nicht noch mehr solche Europapolitiker gibt. Ich freue mich schon auf euer nächstes Interview, auch wenn ich eine 80jährige alte Frau bin, aber ich habe halt Zeit, was ich natürlich genieße
Herrn Asselborn wünsche ich uns als EU Außenbeauftragten.
Es gibt einfach zu wenige Jean Asselborne in Europa. Er formuliert verständlich, kokketiert nicht, spricht aus sich heraus und nicht von Coaches und Medienprofis eingeübte Nebelkerzen. Vielen Dank !
Danke für das Gespräch mit diesem spannenden Gast! Europa braucht viel mehr dieser redlichen Verfechter des europäischen Gedanken. Seine charmante Art, den Fragen nach dem Sinn der Monarchie auszuweichen, hat mich meine distanzierte Haltung gegen die Aristokratie fast überdenken lassen. ;-)
Empfehle allen den ungeschnittenen Podcast zu hören, da wird Asselborns Amazon Aussage gleich ausgewertet. 😂 Schönes Interview! Danke dafür!
Jean Asselborn ist für mich einer der überzeugendsten Europäer - immer engagiert, immer gut erklärt, immer auf dem europäischen guten Weg der Werte, die wir unbedingt erhalten sollten. Das Gespräch zeigt das einmal mehr - auch menschlich beeindruckend. DANKE für dieses wieder einmal sehr interessante Gespräch. Besonders bemerkenswert das "kleine" große Land Luxemburg nach allem, was sie mit den Deutschen erlebt haben sollt4en wir heute besonders verpflichtet sein, für dieses Europa einzutreten - im deutschen Südwesten, wo. ich aufgewachsen bin, werde ich für immer dankbar sein für diese Möglichkeiten meiner Generation (Jg. 1950).
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Gutes aufklärendes Interview. Jean Asselborn steht für die Generation, welche die Vorteile der Europäischen Union erlebt hat und die heutigen Bedrohungen klar erkennt.
Was für ein interessantes Gespräch. Gerade das Ende.
Ich fand die Diskussion im Interview interessant, möchte aber zu einem Punkt kurz etwas ergänzen – nämlich zur Frage, warum Luxemburg heute noch eine Monarchie ist. Oft wird angenommen, dass eine Republik automatisch die “modernere” oder “bessere” Staatsform sei. Aber die Geschichte Luxemburgs zeigt, dass es dafür keinen Anlass gab. Anders als in vielen anderen Ländern, wo Monarchien abgeschafft wurden, weil die Herrschenden ihre Macht missbraucht hatten, gab es in Luxemburg keinen solchen Bruch mit der Monarchie – mit einer Ausnahme: Großherzogin Marie-Adelheid. Sie wurde als zu umstritten empfunden und musste abdanken. Wichtig ist: Nach ihrer Abdankung wurde das luxemburgische Volk gefragt, ob es eine Republik werden oder die Monarchie beibehalten wolle. Die Wahl war demokratisch – mit Wahlpflicht, und sowohl Männer als auch Frauen durften abstimmen. Die Mehrheit sprach sich für die Monarchie aus. Und nicht nur das: Man wählte auch aktiv, wer das Amt übernehmen sollte – Großherzogin Charlotte, die Schwester von Marie-Adelheid. Daher stimmt es nicht ganz, dass die Luxemburger „nie wählen konnten“, wer ihr Staatsoberhaupt ist. Sie haben es getan – und später auch bewusst nie gegen die Nachfolger (Jean, Henri) protestiert oder sie abgesetzt, obwohl das möglich gewesen wäre. Auch Großherzog Henri hat in einem demokratischen Prozess Macht abgegeben, als es notwendig war. Die luxemburgische Monarchie basiert heute auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens. Dass der Thronfolger nicht direkt gewählt wird, ist für viele außerhalb schwer nachvollziehbar – trotzdem bleibt der Großherzog ein Staatsoberhaupt „in Volkes Gnaden“. Und das ist nicht weniger demokratisch, sondern einfach eine andere Form, wie Demokratie und Tradition zusammenwirken können.
Ein super Gespräch. An anderer Stelle hat der Radfahrer A. Schleck von seinen Ausfahrten mit Jean Asselborn erzählt: Als Aussenminister eines kleinen Landes wie Luxemburg habe man recht viel Zeit für sowas. ;) Vielleicht wäre es eine Idee das politische Personal aus Berlin öfter per Rad ins Grüne zu schicken. Bleibt weniger Zeit für Unsinn und mehr Zeit zum Reflektieren.
Danke, es war ein in jeder Hinsicht interessantes Gespräch mit Jean Asselborn, schade, dass es nicht noch mehr solche Europapolitiker gibt. Ich freue mich schon auf euer nächstes Interview, auch wenn ich eine 80jährige alte Frau bin, aber ich habe halt Zeit, was ich natürlich genieße
Herrn Asselborn wünsche ich uns als EU Außenbeauftragten.
Es gibt einfach zu wenige Jean Asselborne in Europa. Er formuliert verständlich, kokketiert nicht, spricht aus sich heraus und nicht von Coaches und Medienprofis eingeübte Nebelkerzen. Vielen Dank !
Danke für das Gespräch mit diesem spannenden Gast! Europa braucht viel mehr dieser redlichen Verfechter des europäischen Gedanken. Seine charmante Art, den Fragen nach dem Sinn der Monarchie auszuweichen, hat mich meine distanzierte Haltung gegen die Aristokratie fast überdenken lassen. ;-)
Empfehle allen den ungeschnittenen Podcast zu hören, da wird Asselborns Amazon Aussage gleich ausgewertet. 😂 Schönes Interview! Danke dafür!
Jean Asselborn ist für mich einer der überzeugendsten Europäer - immer engagiert, immer gut erklärt, immer auf dem europäischen guten Weg der Werte, die wir unbedingt erhalten sollten. Das Gespräch zeigt das einmal mehr - auch menschlich beeindruckend. DANKE für dieses wieder einmal sehr interessante Gespräch. Besonders bemerkenswert das "kleine" große Land Luxemburg nach allem, was sie mit den Deutschen erlebt haben sollt4en wir heute besonders verpflichtet sein, für dieses Europa einzutreten - im deutschen Südwesten, wo. ich aufgewachsen bin, werde ich für immer dankbar sein für diese Möglichkeiten meiner Generation (Jg. 1950).