Nahost-Experte Daniel Gerlach über Gaza, Israel & die Palästinafrage - Jung & Naiv: Folge 775
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Top Comments (10)
Ich höre diesem Mann unglaublich gerne zu. Seine Terra-X-Dokumentationen waren für mich wie spannende Abenteuerfilme. Er ist ein äußerst talentierter und kluger Nahost-Experte, der nicht nur ein tiefes Fachwissen mitbringt, sondern auch mehrere Sprachen fließend beherrscht. Ich wünsche mir, dass wir ihn in Zukunft noch häufiger in diesem Format sehen dürfen.
Nachtrag von Daniel Gerlach: "Liebes J&N-Team, gut, dass ein/e Zuschauer/in aufgepasst hat beim Thema Wahl zum Palästinensischen Legislativrat 2006. Ein solcher Fehler sollte mir nicht passieren, aber wenn er schon passiert ist, möchte ich ihn wenigstens richtigstellen: Ich hatte mir neulich noch einmal das Abstimmungsverhalten angeschaut und dabei auch die Listenergebnisse, aber nicht die Kandidaten die durch „Erststimme“ gewählt wurden. Die Hamas-Kandidaten im Gazastreifen gewannen tatsächlich die Mehrheit der Sitze im Parlament, wenngleich das nicht bedeutet, dass eine deutliche Mehrheit der Menschen im Gazastreifen die Hamas unterstützten. Das hat auch mit dem verzerrenden Effekt des Wahlsystems zu tun. Fatah z.B. hat im Gouvernorat Nord-Gaza keine Direktmandate gewonnen. Obwohl Hamas dort z.B. nur 44% der Stimmen geholt hat, sind ihr alle 8 Sitze zugefallen. (https://medium.com/progressme-magazine/breaking-down-the-2006-palestinian-elections-vote-by-vote-cfc0ca2fd444) Also: 1.) ein großer Teil der Menschen, die heute in Gaza leben, war 2006 entweder nicht geboren oder zumindest nicht wahlberechtigt; 2.) die Wahl 2006 war, was den Gazastreifen betrifft, schon gar kein „Erdrutschsieg“ für die Hamas. Man kann daraus nicht ableiten, dass die Bevölkerung dort sich eine Hamas-Führung gewält hätte. Die Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 erfolgte nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas. Es stimmt allerdings auch nicht, dass Fatah 2006 die Mehrheit der Stimmen geholt hätte. Diesen Fehler bitte ich vielmals zu entschuldigen. Beste Grüße, Daniel"
Ich habe die 3 1/2 Stunden der Diskussion mit großem Interesse und Bewunderung verfolgt. Gratulation dem Team Jung & Naiv für diese Sendung. Herr Gerlach zeignet sich durch extrem fundierte Kenntnisse zu dem Thema aus; ist aber auch so ehrlich, z. B. bei Völkerrechtsfragen lieber auf Rechtswissenschaftler zu verweisen. Die Art und Weise, wie die Gespräche verliefen, waren sehr gut. Weiter so mit solch kompetenten Gästen.
Herr Gerlach ist ein aufrichtiger Mensch, das merkt man Ihm an. Wir brauen mehr solcher Menschen in DE
Cooles Interview. Es war erfrischend Mal eine differenzierende Expertenstimme zu hören zu diesen Thema. Das hatte ich persönlich Mal sehr gebraucht.
Ich danke ganz herzlich für dieses interessante Interview. Auch ist es etwas beruhigend, dass hinter den Kulissen doch manches passiert, von dem man leider nichts erfährt. Ich bin 80 Jahre und richtig „süchtig „ nach euren Sendungen, es ist für mich sehr bereichernd, natürlich habe ich auch Zeit, mir so lange Interviews anzuschauen, wo man auch wirklich etwas erfährt! DANKE Dorothea Johst
Ausgezeichnete Sendung. Informativ und mit differenzierter Sicht zu sehr verwirrten und verwirrenden Zuständen. Geschichtliche Zusammenhänge ohne vorgeladene Vokabelwahl zu besprechen und dabei ehrlich über eigene Dispositionen zu sprechen ist beachtlich und unterstützt einen offenen Diskurs, der Lernbereitschaft kultiviert. Alle Achtung.
ich habe Herrn Gerlach bei LANZ gesehen, er ist wirklich ein Experte und augenscheinlich neutral, was nicht jeder Wissenschaftler ist
Bin gestern Abend beim Arte-Journal in Frankreich zufällig und zum ersten Mal auf Herrn Gerlachs Expertise gestoßen und würde ihn sehr gerne wieder (auf Französisch, ganz akzentfrei) hören. Im J&N-Interview wird der britisch-französische Anwalt Philipp Sands erwähnt - danke, dass solche Menschen sich für das internationale Völkerrecht engagieren.
An Herrn Lüders und Herrn Gerlach ein Dankeschön, die Kompetentesten
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Ich höre diesem Mann unglaublich gerne zu. Seine Terra-X-Dokumentationen waren für mich wie spannende Abenteuerfilme. Er ist ein äußerst talentierter und kluger Nahost-Experte, der nicht nur ein tiefes Fachwissen mitbringt, sondern auch mehrere Sprachen fließend beherrscht. Ich wünsche mir, dass wir ihn in Zukunft noch häufiger in diesem Format sehen dürfen.
Nachtrag von Daniel Gerlach: "Liebes J&N-Team, gut, dass ein/e Zuschauer/in aufgepasst hat beim Thema Wahl zum Palästinensischen Legislativrat 2006. Ein solcher Fehler sollte mir nicht passieren, aber wenn er schon passiert ist, möchte ich ihn wenigstens richtigstellen: Ich hatte mir neulich noch einmal das Abstimmungsverhalten angeschaut und dabei auch die Listenergebnisse, aber nicht die Kandidaten die durch „Erststimme“ gewählt wurden. Die Hamas-Kandidaten im Gazastreifen gewannen tatsächlich die Mehrheit der Sitze im Parlament, wenngleich das nicht bedeutet, dass eine deutliche Mehrheit der Menschen im Gazastreifen die Hamas unterstützten. Das hat auch mit dem verzerrenden Effekt des Wahlsystems zu tun. Fatah z.B. hat im Gouvernorat Nord-Gaza keine Direktmandate gewonnen. Obwohl Hamas dort z.B. nur 44% der Stimmen geholt hat, sind ihr alle 8 Sitze zugefallen. (https://medium.com/progressme-magazine/breaking-down-the-2006-palestinian-elections-vote-by-vote-cfc0ca2fd444) Also: 1.) ein großer Teil der Menschen, die heute in Gaza leben, war 2006 entweder nicht geboren oder zumindest nicht wahlberechtigt; 2.) die Wahl 2006 war, was den Gazastreifen betrifft, schon gar kein „Erdrutschsieg“ für die Hamas. Man kann daraus nicht ableiten, dass die Bevölkerung dort sich eine Hamas-Führung gewält hätte. Die Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 erfolgte nach gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas. Es stimmt allerdings auch nicht, dass Fatah 2006 die Mehrheit der Stimmen geholt hätte. Diesen Fehler bitte ich vielmals zu entschuldigen. Beste Grüße, Daniel"
Ich habe die 3 1/2 Stunden der Diskussion mit großem Interesse und Bewunderung verfolgt. Gratulation dem Team Jung & Naiv für diese Sendung. Herr Gerlach zeignet sich durch extrem fundierte Kenntnisse zu dem Thema aus; ist aber auch so ehrlich, z. B. bei Völkerrechtsfragen lieber auf Rechtswissenschaftler zu verweisen. Die Art und Weise, wie die Gespräche verliefen, waren sehr gut. Weiter so mit solch kompetenten Gästen.
Herr Gerlach ist ein aufrichtiger Mensch, das merkt man Ihm an. Wir brauen mehr solcher Menschen in DE
Cooles Interview. Es war erfrischend Mal eine differenzierende Expertenstimme zu hören zu diesen Thema. Das hatte ich persönlich Mal sehr gebraucht.
Ich danke ganz herzlich für dieses interessante Interview. Auch ist es etwas beruhigend, dass hinter den Kulissen doch manches passiert, von dem man leider nichts erfährt. Ich bin 80 Jahre und richtig „süchtig „ nach euren Sendungen, es ist für mich sehr bereichernd, natürlich habe ich auch Zeit, mir so lange Interviews anzuschauen, wo man auch wirklich etwas erfährt! DANKE Dorothea Johst
Ausgezeichnete Sendung. Informativ und mit differenzierter Sicht zu sehr verwirrten und verwirrenden Zuständen. Geschichtliche Zusammenhänge ohne vorgeladene Vokabelwahl zu besprechen und dabei ehrlich über eigene Dispositionen zu sprechen ist beachtlich und unterstützt einen offenen Diskurs, der Lernbereitschaft kultiviert. Alle Achtung.
ich habe Herrn Gerlach bei LANZ gesehen, er ist wirklich ein Experte und augenscheinlich neutral, was nicht jeder Wissenschaftler ist
Bin gestern Abend beim Arte-Journal in Frankreich zufällig und zum ersten Mal auf Herrn Gerlachs Expertise gestoßen und würde ihn sehr gerne wieder (auf Französisch, ganz akzentfrei) hören. Im J&N-Interview wird der britisch-französische Anwalt Philipp Sands erwähnt - danke, dass solche Menschen sich für das internationale Völkerrecht engagieren.
An Herrn Lüders und Herrn Gerlach ein Dankeschön, die Kompetentesten