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5 Fakten über das Ruhrgebiet

2023-09-21 People & Blogs
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Description

Das Ruhrgebiet. Lange Zeit die Herzkammer der deutschen Schwerindustrie. Die technischen und politischen Entwicklungen der letzten 200 Jahre zeigen sich an kaum einem Ort so deutlich wie in der Region um Rhein und Ruhr. Im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert explodiert die Bevölkerung des Ruhrgebiets geradezu. Städte mit großen Rohstoffvorkommen wie Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum oder Gelsenkirchen ziehen Menschen aus ganz Europa an, vor allem auch aus Polen. Fördertürme und Fabriken prägen bald das Panorama des Ruhrgebiets. Gleichzeitig nimmt die Umweltverschmutzung zu: Der Rauch aus unzähligen Schornsteinen trübt die Luft. Wie wichtig das Ruhrgebiet für die Stahlindustrie ist, lässt sich in den beiden Weltkriegen erkennen: Das Ruhrgebiet gilt als „Waffenschmiede des Reichs”, nach dem Ersten Weltkrieg versuchen die Alliierten, Deutschlands Militär mit Repressionen gegen das Ruhrgebiet zu brechen: Der Vertrag bestimmt unter anderem Kohlelieferungen aus dem Ruhrgebiet. Als die ausbleiben, besetzen französische Truppen die Region. Im Zweiten Weltkrieg ist „der Pott” eines der Hauptziele alliierter Luftangriffe. Große Teile des Ruhrgebiets werden zerstört und nach dem Krieg schnellstmöglich wieder aufgebaut. Mit Beginn des sogenannten „Wirtschaftswunders” laufen in den 1950er Jahren auch die Fördertürme des Ruhrgebiets wieder auf Hochtouren. Doch dann bricht die Nachfrage unerwartet ein: Stahl und Kohle „Made in Germany” sind für den Weltmarkt bald zu teuer, die Globalisierung droht das Ruhrgebiet abzuhängen. Die Antwort darauf soll „Strukturwandel” heißen: Hochschulen und Unis machen das Ruhrgebiet heute zu einem Wissenschaftsstandort. Wie sich das Ruhrgebiet mehrfach grundlegend verändert und warum der Bergbau die Region wohl bis in die Ewigkeit beschäftigen wird, erfahrt ihr in diesem Video. Vielen Dank an Porta Polonica ( https://www.porta-polonica.de/de ) für die Bereitstellung des Bildmaterials zu den polnischstämmigen Menschen des Ruhrgebiets. Kapitel: 00:00 Intro 01:16 Industrialisierung und Bevölkerungsboom 03:50 Zwischenkriegszeit 06:25 Zweiter Weltkrieg 08:06 Krise und Strukturwandel 13:25 Die Zukunft des Ruhrgebiets Literatur: Sigi Domke: Ruhrdeutsch. Allet, wat man wissen muss, Berlin 2022. Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Abschied von der Kohle. Struktur- und Kulturwandel im Ruhrgebiet und in der Lausitz, Bonn 2021. Christoph Classen: „Bleiben Sie bitte zu Hause, Ihrer Gesundheit zuliebe!“. Der Fernsehfilm „Smog“ von 1973 beruhte auf einem geklauten Alarmplan und entwarf ein hellsichtiges Krisenszenario, in: Zeitgeschichte-online, April 2021, URL: https://zeitgeschichte-online.de/film/bleiben-sie-bitte-zu-hause-ihrer-gesundheit-zuliebe Stefan Berger/Ulrich Borsdorf/Ludger Claßen/Heinrich Theodor Grütter/Dieter Nellen (Hrsg.): Zeit-Räume Ruhr. Erinnerungsorte des Ruhrgebiets, Essen 2019. Franz-Josef Brüggemeier: Grubengold. Das Zeitalter der Kohle von 1750 bis heute, München 2018. Arne Hordt: Kumpel, Kohle und Krawall. Miners` Strike und Rheinhausen als Aufruhr in der Montanregion, Göttingen 2018. Hans-Christoph Seidel: Der Ruhrbergbau im Zweiten Weltkrieg. Zechen – Bergarbeiter – Zwangsarbeiter, Essen 2010. Dittmar Dahlmann/Albert S. Kotowski/Zbigniew Karpus (Hrsg.): Schimanski, Kuzorra und andere. Polnische Einwanderer im Ruhrgebiet zwischen der Reichsgründung und dem Zweiten Weltkrieg, Essen 2005. Schau da unbedingt rein: Terra X History bei Instagram: https://www.instagram.com/terraxhistory/ Terra X in der Mediathek: https://terra-x.zdf.de/?at_medium=custom3&at_campaign=158&at_custom1=youtube Terra X History bei YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCA3mpqm67CpJ13YfA8qAnow Eine Produktion der objektiv media GmbH für #TerraX und #ZDF: Moderation: Mirko Drotschmann Autor: Tobias Rinn Producer: Andreas Sommer Redaktion (OM): Verena Glanos Motion Design: Christian Wischnewski Schnitt: Christian Wischnewski Thumbnail: David Weber ZDF: Kai Jostmeier, Alexandra Reuter, Kim Krämer

Top Comments (10)

@chrisvau2578 2023-09-21

Wenn ich das richtig verstanden habe wird die Zahl der Zwangsarbeiter in Duisburg auf 250 beziffert. Das scheint nir doch recht wenig?

73 8 replies
@sbfemeri 2023-09-21

Ich bin ein klassisches Beispiel für das Ruhrgebiet. Mein Opa war Schlosser bei Opel in Bochum, mein Vater Kumpel bis fast zum Schluss des Bergbaus und ich bin der erste Studierte der Familie. Als Ingenieur entwickle ich indirekt mit an einer CO2 freien Stahlproduktion.

604 23 replies
@MondoReale1712 2023-09-22

Meine Großeltern sind während des 2. Weltkriegs ins Ruhrgebiet geflüchtet und dann in Dortmund auf Zeche Zollern gearbeitet und dort ein Haus gebaut. 3 Generationen haben in diesem Haus gelebt. Ein Mal Ruhrpott, immer Ruhrpott! 🥰

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@sabrinawhitley819 2023-10-06

Ich bin vor 7 Jahren von Hannover nach Duisburg gezogen und fühle mich sehr wohl im Pott. Die Menschen sind sehr herzlich und vor allem ehrlich. Wenn ihnen etwas nicht passt, dann reden sie nicht lange um den heißen Brei. Auch das Zusammenspiel von Industrie und Natur ist einmalig. Außerdem ist es ein Katzensprung z.B. zum Niederrhein oder nach Holland. Mittlerweile kann ich sagen, dass dies meine Heimat geworden ist und ich nicht mehr weg will.

285 14 replies
@alinator5508 2023-09-21

Mein Vater hat mal gesagt man kriegt die Menschen aus dem Pott aber den Pott nicht aus den Menschen. Erst als ich in Hessen angefangen habe zu studieren habe ich gemerkt wie recht er hatte. Soweit ich das Ganze planen kann geht es sobald ich hier fertig bin zurück in den Pott :)

187 8 replies
@janphilipp0201 2023-09-28

Trotz aller Probleme und Herausforderungen bin stolz darauf in Essen und im Ruhrgebiet geborgen und aufgewachsen zu sein und leben zu dürfen. Auch wenn es graue Stunden und Tage gibt wir gehen immer Hand in Hand ⚒️💙💛

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@SlitchTobi 2023-09-30

Ich bin vor 3 Jahren von Ingolstadt ins Ruhrgebiet gezogen . Hab also Autoindustrie-Grau gegen Pütt-Nostalgie getauscht. Meine Frau und ich fühlen uns pudelwohl hier und schätzen vor allem diese direkte Art im Zwischenmenschlichen. CPM (Currywurst-Pommes-Mayo) von Dönninghaus ist aber auch nicht zu vernachlässigen 😅 Und ich bin Stolz dass mein Kind bald sagen darf „Bochum, ich komm aus dir“

201 10 replies
@CodPlayerNo77 2023-10-04

Ich bin selbst nicht im Ruhrgebiet aufgewachsen, bin aber für die Uni hergezogen und hier geblieben. Habe vorher am Niederrhein und in Düsseldorf gewohnt und ich muss sagen, dass das Ruhrgebiet ein ganz besonderer Ort ist. Wer ehrliche und bodenständige Menschen mag ist im Ruhrgebiet gut aufgehoben <3

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@serjtankian3336 2023-09-22

Das Video kommt echt zum richtigen Zeitpunkt. Ich hab seit einem Jahr eine Lebensgefährtin in Essen, zu der ich nächstes Jahr ziehen werde. Was mich am meisten am Ruhrgebiet überrascht ist die Art der Menschen. Sie sind sehr direkt (man wird häufig von fremden Leuten direkt gedutzt), und man merkt bei vielen, dass sie das Herz auf der Zunge und am rechten Fleck haben 😄 Das Ruhrpott-Deutsch finde ich auch unglaublich charmant.

191 9 replies
@LauraRocks 2023-09-23

Ich bin Dortmunderin und kann sagen, Vatta war auf Zeche gelernt noch Minister Stein, Onkel war Union Brauerei, Opa Westfalenhütte, Mutti Hoesch Betriebskrankenkasse. Dat is schon fast Nostalgie ❤

224 10 replies

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