Unternehmer Frank Thelen - Jung & Naiv: Folge 569
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Top Comments (10)
freue mich sehr auf Wolfgangs Politikanalyse dazu ❤
Ich bin langjähriger Zuschauer der Sendung, auch wenn ich mich bisher in Kommentaren im Chat und unter Youtube Videos zurückgehalten habe. So ein Format habe ich im regulären TV immer vermisst. Eine Intensive, auch persönliche Auseinandersetzung mit dem Gast, seinen Vorstellungen und Überzeugungen. Ein Ort um ein richtiges Gespräch zu entwickeln, sich wirklich auch Zeit für den Austausch von Argumenten zu nehmen, das hat die Sendung für mich früher ausgemacht. Diskussionskultur, das habe ich hier gefunden und im Fernsehen bei Lanz und Co. vermisst. Ich erinnere mich beispielsweise an ein Interview mit Horst Seehofer, damals noch als Minister im Amt. Weder habe ich mit Seehofer eine große gemeinsame politische Schnittmenge, noch fand ich ihn als Mensch besonders sympathisch. Trotzdem konnte ich etwas aus dem Dialog mitnehmen, zumindest Verständnis für seine Sichtweisen entwickeln, auch wenn ich diese nicht teilte. Ganz ehrlich, dieses Gefühl geht mir inzwischen fast vollständig auf diesem Kanal verloren. Man muss Frank Thelen als Mensch nicht mögen, man muss seine Überzeugungen und seine politische Ausrichtung nicht teilen, trotzdem hätte es mich interessiert, was er zu sagen hat. Egal ob ich es teile oder nicht. Der Part von Thilo kam mir nicht wie ein Interview , sondern eher wie ein Tribunal vor. Ohne Erkenntnisgewinn. Ohne Austausch. Einfach nur wahre oder unwahre "kritische" Anschuldigungen, permanent aneinandergereiht. Der Gast, zumindest wenn er nicht aus der politischen Ecke kommt, in der ich Thilo und Co. verorten würde, kann nicht erzählen, er muss sich rechtfertigen. Permanent. Nicht nur in dieser Sendung. Das ganze vorgetragen von einem immer arroganter werdenden Moderator, der den Eindruck erweckt eh alles über alles besser zu wissen, weil er Marx gelesen hat. Dazwischen ladet ihr dann Gäste ein, mit denen ihr Best Buddy Talk betreiben könnt, ohne diese auch nur im entferntesten kritisch zu beleuchten, bestes Beispiel: Luise Neubauer vor einer Woche. Ihr bedient zunehmend eure eigene kleine Bubble. Dabei verliert ihr leider das, was die Sendung früher ausgemacht hat. Und damit leider auch mich, wenn das so weitergeht.
In den letzten Folgen finde ich es wirklich unmöglich wenn Tilo einen Kritikpunkt anspricht und dann schnell das Thema wechseln möchte sobald der Gast etwas erwiedern will
Frank "wenn dir die Monopolstellung Amazons nicht gefällt, dann gründe doch ein eigenes Amazon" Thelen
Geil auch, dass Thelen dem Gespräch zugestimmt hat, weil seine Medienberaterin Thilo als „einen super netten Typen“ identifiziert hat 😂
Ich war unter den ersten 10.00 Abonnenten und finde das Format von Jung&Naiv von Beginn an genial. Tilo ist allerdings über die Jahre immer patziger und engstirniger geworden. Ich habe mittlerweile in den Interviews das Gefühl spätestens nach 15 min Tilos (teilweise undifferenzierte) Standpunkte verstanden zu haben. Den Rest des Interviews sehe ich mir dann an, wie Tilo mit aller Kraft versucht den Gast in diese vorher feststehende Schublade zu drängen. Das läuft dann durch Fragen die von investigativ bis lächerlich schwanken. Ziel scheint es häufig auch zu sein den Gast maximal zu blamieren. Wer Tilo schon länger zusieht merkt auch anhand seiner Betonung, Mimik und Gestik, dass der Gesprächspartner von Anfang an keine Chance hat von Tilo ernstgenommen zu werden, auch wen der gerade zur Debatte stehende Punkt noch so banal ist. Der Kontrast von früher zu heute wird deutlich, wenn man sich das Interview mit Hans-Werner Sinn von vor 2 Jahren ansieht. Ein Gast dem Tilo (meiner Einschätzung nach) mit ähnlicher anfänglicher Antipathie - und trotzdem viel offener begegnet ist. Mit Naivität (in ihrer besten Bedeutung) haben die aktuellen Interviews jedenfalls nicht mehr viel zu tun.
Tilo: Mama, kann ich Elon Musk zum Interview einladen? - Tilos Mutter: Wir haben Elon Musk Zuhause - Zuhause: ...
Also ich kenn mich ja thematisch überhaupt nicht aus, was jetzt an den Vorwürfen an Thelen dran ist. Aber ich finds trotzdem schade, wenn die Interviews in so einer subaggressiven Atmosphäre stattfinden, ist in letzter Zeit auch m. E. häufig bei jung und naiv passiert, das war finde ich früher noch besser
nach jedem buzzword ein shot
Ein bisschen mehr inhaltliches nachhaken und weniger oberflächliches Sticheln, wäre vielleicht wertvoller. Trotzdem wurden interessante Überlegungen angekratzt, ein bisschen mehr in die Tiefe, wäre schön gewesen.
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freue mich sehr auf Wolfgangs Politikanalyse dazu ❤
Ich bin langjähriger Zuschauer der Sendung, auch wenn ich mich bisher in Kommentaren im Chat und unter Youtube Videos zurückgehalten habe. So ein Format habe ich im regulären TV immer vermisst. Eine Intensive, auch persönliche Auseinandersetzung mit dem Gast, seinen Vorstellungen und Überzeugungen. Ein Ort um ein richtiges Gespräch zu entwickeln, sich wirklich auch Zeit für den Austausch von Argumenten zu nehmen, das hat die Sendung für mich früher ausgemacht. Diskussionskultur, das habe ich hier gefunden und im Fernsehen bei Lanz und Co. vermisst. Ich erinnere mich beispielsweise an ein Interview mit Horst Seehofer, damals noch als Minister im Amt. Weder habe ich mit Seehofer eine große gemeinsame politische Schnittmenge, noch fand ich ihn als Mensch besonders sympathisch. Trotzdem konnte ich etwas aus dem Dialog mitnehmen, zumindest Verständnis für seine Sichtweisen entwickeln, auch wenn ich diese nicht teilte. Ganz ehrlich, dieses Gefühl geht mir inzwischen fast vollständig auf diesem Kanal verloren. Man muss Frank Thelen als Mensch nicht mögen, man muss seine Überzeugungen und seine politische Ausrichtung nicht teilen, trotzdem hätte es mich interessiert, was er zu sagen hat. Egal ob ich es teile oder nicht. Der Part von Thilo kam mir nicht wie ein Interview , sondern eher wie ein Tribunal vor. Ohne Erkenntnisgewinn. Ohne Austausch. Einfach nur wahre oder unwahre "kritische" Anschuldigungen, permanent aneinandergereiht. Der Gast, zumindest wenn er nicht aus der politischen Ecke kommt, in der ich Thilo und Co. verorten würde, kann nicht erzählen, er muss sich rechtfertigen. Permanent. Nicht nur in dieser Sendung. Das ganze vorgetragen von einem immer arroganter werdenden Moderator, der den Eindruck erweckt eh alles über alles besser zu wissen, weil er Marx gelesen hat. Dazwischen ladet ihr dann Gäste ein, mit denen ihr Best Buddy Talk betreiben könnt, ohne diese auch nur im entferntesten kritisch zu beleuchten, bestes Beispiel: Luise Neubauer vor einer Woche. Ihr bedient zunehmend eure eigene kleine Bubble. Dabei verliert ihr leider das, was die Sendung früher ausgemacht hat. Und damit leider auch mich, wenn das so weitergeht.
In den letzten Folgen finde ich es wirklich unmöglich wenn Tilo einen Kritikpunkt anspricht und dann schnell das Thema wechseln möchte sobald der Gast etwas erwiedern will
Frank "wenn dir die Monopolstellung Amazons nicht gefällt, dann gründe doch ein eigenes Amazon" Thelen
Geil auch, dass Thelen dem Gespräch zugestimmt hat, weil seine Medienberaterin Thilo als „einen super netten Typen“ identifiziert hat 😂
Ich war unter den ersten 10.00 Abonnenten und finde das Format von Jung&Naiv von Beginn an genial. Tilo ist allerdings über die Jahre immer patziger und engstirniger geworden. Ich habe mittlerweile in den Interviews das Gefühl spätestens nach 15 min Tilos (teilweise undifferenzierte) Standpunkte verstanden zu haben. Den Rest des Interviews sehe ich mir dann an, wie Tilo mit aller Kraft versucht den Gast in diese vorher feststehende Schublade zu drängen. Das läuft dann durch Fragen die von investigativ bis lächerlich schwanken. Ziel scheint es häufig auch zu sein den Gast maximal zu blamieren. Wer Tilo schon länger zusieht merkt auch anhand seiner Betonung, Mimik und Gestik, dass der Gesprächspartner von Anfang an keine Chance hat von Tilo ernstgenommen zu werden, auch wen der gerade zur Debatte stehende Punkt noch so banal ist. Der Kontrast von früher zu heute wird deutlich, wenn man sich das Interview mit Hans-Werner Sinn von vor 2 Jahren ansieht. Ein Gast dem Tilo (meiner Einschätzung nach) mit ähnlicher anfänglicher Antipathie - und trotzdem viel offener begegnet ist. Mit Naivität (in ihrer besten Bedeutung) haben die aktuellen Interviews jedenfalls nicht mehr viel zu tun.
Tilo: Mama, kann ich Elon Musk zum Interview einladen? - Tilos Mutter: Wir haben Elon Musk Zuhause - Zuhause: ...
Also ich kenn mich ja thematisch überhaupt nicht aus, was jetzt an den Vorwürfen an Thelen dran ist. Aber ich finds trotzdem schade, wenn die Interviews in so einer subaggressiven Atmosphäre stattfinden, ist in letzter Zeit auch m. E. häufig bei jung und naiv passiert, das war finde ich früher noch besser
nach jedem buzzword ein shot
Ein bisschen mehr inhaltliches nachhaken und weniger oberflächliches Sticheln, wäre vielleicht wertvoller. Trotzdem wurden interessante Überlegungen angekratzt, ein bisschen mehr in die Tiefe, wäre schön gewesen.