Navigate Select ESC Close

Der Überlebenskampf von Varta: Wer kontrolliert jetzt die Zukunft des Batterieherstellers?

2026-07-13 News & Politics
7.0k
254
37
INDUSTRIEMAGAZIN
INDUSTRIEMAGAZIN
76.5k subscribers

Unlock all features

FREE: Get instant access to 10 AI summaries, chats, or transcripts per day.

Description

Varta wurde durch das StaRUG-Verfahren entschuldet und neu aufgestellt. Doch kaum anderthalb Jahre später steht der deutsche Batteriehersteller erneut unter massivem Druck. Der endgültige Verlust von Apple als Großkunde, das Ende der CoinPower-Produktion in Nördlingen und eine neue Finanzierungslücke verschieben die Machtverhältnisse im Konzern. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wer kontrolliert jetzt die Zukunft von Varta? Auf dem Papier teilen sich Michael Tojner und Porsche die neuen Varta-Aktien. Doch Eigentum und tatsächliche Kontrolle sind nicht dasselbe. Finanzierungsgläubiger wie Deutsche Bank und Blantyre gewinnen an Einfluss und könnten selbst zu Eigentümern werden. Gleichzeitig stehen unterschiedliche Zukunftsmodelle im Raum: eine Beteiligung der Gläubiger, ein Debt-Equity-Swap, eine mögliche Trennung der Geschäftsbereiche oder eine Gesamtrettung durch die Schweizer Allswiss-Gruppe. Dabei geht es um mehr als die nächste Finanzierungsrunde. Hinter Varta stehen inzwischen unterschiedliche Interessen: Das Consumer-Geschäft liefert den stabileren Cashflow, Porsche hat sich mit V4Smart einen wichtigen Automotive-Technologiebaustein gesichert, und Michael Tojner setzt auf die Zukunftschancen der Technologie- und Speichersparte. Eine zentrale Rolle spielt dabei Vartas Wette auf Natrium-Ionen-Batterien. Die Technologie könnte insbesondere für stationäre Energiespeicher, Stromnetze und Rechenzentren relevant werden. Doch zwischen Forschung und industrieller Serienproduktion liegt eine gewaltige Finanzierungslücke. Milliardeninvestitionen, industrielle Fertigung und verlässliche Abnehmer müssten zusammenkommen, während China beim Aufbau von Natrium-Ionen-Produktionskapazitäten bereits weit voraus ist. Der Überlebenskampf von Varta ist deshalb längst zu einem Machtkampf geworden. Gläubiger, Eigentümer und strategische Investoren verfolgen unterschiedliche Interessen. Jeder will einen Teil von Varta retten – aber nicht unbedingt dasselbe Varta. Wer entscheidet künftig über die Batterietechnologie, die Werke und die Zukunftsprojekte? Bleibt Varta als Gesamtkonzern bestehen oder werden Cashflow, Automotive-Technologie und Zukunftsforschung auf unterschiedliche Eigentümer verteilt? Die offene Frage ist nicht mehr nur, ob Varta überlebt. Sondern welches Varta überlebt – und wer es künftig kontrolliert. #Varta, #Batterieindustrie, #Batterietechnologie, #Energiespeicher, #NatriumIonenBatterie, #Industrie, #Technologie, #Restrukturierung, #Automotive, #Industriepolitik, #Europa, #Innovation, #Wirtschaft, #Unternehmenssanierung, #INDUSTRIEMAGAZIN ************************************** Kapitel: 00:00 Vartas Aufstieg und der tiefe Fall 01:30 Die StaRUG-Rettung und ihre Folgen 02:46 Apple-Aus: Vartas Geschäftsmodell gerät ins Wanken 03:39 Finanzierungskrise: Die Gläubiger gewinnen an Macht 05:24 Natrium-Ionen-Batterien: Vartas Zukunftswette 07:29 Droht die Aufteilung von Varta? 09:18 Wer kontrolliert am Ende Vartas Zukunft? ************************************** Abonnieren Sie unseren Kanal für weitere spannende Themen: @INDUSTRIEMAGAZIN Für mehr detaillierte Insights abonnieren Sie unseren Newsletter: industriemagazin.at/news/newsletter/

Top Comments (10)

@GregorBauer 2026-07-13

Die zwei umstrittensten Starug Verfahren wurden jeweils von Österreichern (Tojner und der später selbst insolvente KTM:Pierer bei Leoni, ebenso umstitten) umgesetzt. Ein SChelm wer böses denkt... ;-)

15 1 replies
@mruifer 2026-07-13

Varta ist ein Spezialist um kleine Aktionäre das Geld zu stehlen. Die Aktie geht auf 0 aber die wertvolle Sparten wurden vorher abgespaltet. Finde ich höchst unseriös.

8
@Viertelfranzose 2026-07-13

Als ehemaliger Varta der von einem Manager bestohlen worden ist ...bin ich froh, dass Porsche jetzt die Quittung dafür bekommt und das hoffentlich richtig und das Porsche den gleichen Weg geht wie Varta... Und so wie es aussieht, läuft es richtig gut... für Porsche zum Ende zu kommen 😊

4 1 replies
@kanalfan3157 2026-07-13

Geschieht denen recht. Die haben sich auf meine Kosten bereichert...

14
@JohnMcHillfirst 2026-07-13

Theuner hat in seiner Gier die Kleinaktionäre verprellt. Hätte er seine Zukunftsvision mit den Kleinaktionären geteilt, hätte er die Gläubiger denen der Spatz in der Hand lieber ist schon längst rausdrängen können, stattdessen hat er die Kleinaktionäre rausgedrängt.

9 1 replies
@chnniceguy 2026-07-13

Wenn der Preis und die Qualität nicht mehr stimmen, dann ist das Scheitern die logische Konsequenz… muss man nicht nachtrauern.

5 1 replies
@boringsoftware2093 2026-07-13

die CEO haben den STILLSTAND gepflegt statt zu investieren hat man blockiert jetzt zahlen alle die RECHNUNG BONI DER LETZTEN 10 JAHRE ZURÜCK ZAHLEN!!! KODAK ist ein weiteres "GUTES" Beispiel, die Ingenieure dort sind um das CEO BÜRO GETANZT aber die CEO wollten keine DIGITALE FOTOGRAPHIE.

6
@envygrozni6678 2026-07-13

Einfach zu schnell, am Ende schwierig

2
@ChatGast 2026-07-13

Die Varta Element und Puls Speicher aus den ersten Jahren gehen Reihenweiße defekt. Ersatzmodule der ersten Generation werden nicht mehr hergestellt. Gehen diese defekt hat man einen Haufen Müll im Technikraum stehen.

4
@DELTA-one 2026-07-13

Mal schauen wann die Automobilindustrie den Bach unter geht. Bei unseren Managern erwartbar, bedauerlicherweise. Ein Unternehmen nach dem Anderen, entweder in chinesischer Hand oder vor der Abwicklung. Ich wünsch mir ne Erfolgsgeschichte dieser Unternehmen, aber unsere Manger tragen eins nach dem anderen zu Grabe... Dabei wollen wir doch unabhängier werden; statt unsere Unternehmen zu stärken, haben sie keine zukunftsträchtigen Ideen und treiben eins nach dem anderen in die Insolvenz und landen dann im Verkauf und wir in Fremdabhängikeiten... Deutscher Manager muss man sein - nichts Können können, nichts arbeiten, nichts wissen - beste Voraussetzungen, um viel Geld zu verdienen, durch Arbeitsplätze ruinieren, Insolvenzen verursachen, Boni und Abfindungen abkassieren und ab zum nächsten Unternehmen wechseln... Hach, das leben kann so schön sein. Viel Geld verdienen, duch Zerstörung. Man fragt sich, wozu die überhaut studiert haben?! Ja, ich formulier es hart, aber es ist kaum angreifbar, weil zu viel wahr ist. Es is schade um die Arbeitsplätze und um die deutsche Qualität, die so abgerissen wird...

3 1 replies

Unlock the Data Inside
Turn Videos into Knowledge

  • Get FREE 10/day: transcripts, summaries, chats
  • Chat with videos, export text & PDF
  • $1 free API credit for RAG, chatbots & research

Free forever plan • All features unlocked

App screenshot