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Thyssenkrupp stoppt Stahl-Verkauf: Wird der Sanierungsfall wieder wertvoll? | INDUSTRIEMAGAZIN

2026-05-13 News & Politics
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Thyssenkrupp steht nach dem Scheitern weiterer Gespräche mit Jindal vor einer Richtungsentscheidung: Wird die Stahlsparte endlich saniert – oder langfristig abgewickelt? Gleichzeitig profitiert Infineon als Europas größter Halbleiterhersteller vom massiven KI-Infrastrukturboom. Europas führende Tech- und Industriekonzerne warnen derweil vor einem Innovationsstandort, der gute Ideen nicht groß genug machen kann. Außerdem sprechen wir mit Thilo Ottmann von Scholt Energy über volatile Energiemärkte, Preisrisiken und warum Unternehmen Energie heute aktiver managen müssen. ***************************** 📢 Abonnieren Sie unseren Kanal und bleiben Sie mit uns informiert! @INDUSTRIEMAGAZIN 🗞️ Verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr mit unserem Newsletter – HIER abonnieren: https://industriemagazin.at/news/newsletter 🚗 Automotive-Zertifizierungen, Trainings und Personenzertifizierungen von Quality Austria – mehr Infos hier: https://www.qualityaustria.com/produktgruppen/automotive/?utm_source=industriemagazin&utm_medium=referral&utm_campaign=industriemagazinyoutubebanner2026&utm_content=link#2025 🎟️ Gewinnspiel Industriekongress: Tickets für beide Kongresstage inklusive Übernachtung im 5-Sterne-Hotel Schloss Pichlarn gewinnen: https://newsletter.industriemedien.at/industriemagazin-news-gewinnspiel ***************************** Seit mehr als einem Jahrzehnt versucht Thyssenkrupp, seine Stahlsparte loszuwerden. Tata Steel, Liberty Steel, Daniel Křetínský – und zuletzt der indische Stahlhersteller Jindal galten als mögliche Partner oder Käufer. Doch auch die Gespräche mit Jindal wurden nun auf Eis gelegt. Was wie ein weiterer Rückschlag wirkt, könnte für Thyssenkrupp Steel aber ein Wendepunkt sein. Denn nach Jahren voller Verluste, Pensionslasten, Energierisiken und Dekarbonisierungsdruck zeigen interne Sparmaßnahmen Wirkung. Gleichzeitig verändern CO₂-Grenzzölle, neue EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigimporte und eine wieder steigende Nachfrage das Marktumfeld. ***************************** Die Chipindustrie erlebt einen historischen Aufschwung. Der Ausbau von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach Halbleitern massiv an – und während meist NVIDIA, AMD oder Intel im Rampenlicht stehen, könnte einer der spannendsten Gewinner in Europa sitzen: Infineon. Der Münchner Halbleiterkonzern produziert keine spektakulären KI-Prozessoren, sondern Chips für Energieversorgung, Leistungselektronik und Infrastruktur – also genau jene Bausteine, ohne die der KI-Boom nicht funktionieren würde. ***************************** Siemens, SAP, ASML, Airbus, Nokia und weitere europäische Industriekonzerne schlagen Alarm. Ihre gemeinsame Diagnose: Europa hat Ideen, Ingenieure und Forschung – aber zu selten die Strukturen, um Innovationen global groß zu machen. Bürokratie, fragmentierte Märkte, langsame Kapitalflüsse und fehlende Skalierung gefährden Europas technologische Zukunft. Was bedeutet diese Warnung für den Industriestandort Europa? Und warum entscheidet sich gerade jetzt, ob Europa im globalen Technologie-Wettbewerb den Anschluss hält? ***************************** Der europäische Energiemarkt ist volatiler, schneller und schwerer vorhersehbar geworden. Wind und Sonne verändern die Preislogik, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Entwicklungen sorgen zusätzlich für Unsicherheit. Für Unternehmen reicht die alte Entscheidung zwischen Festpreis und Spotmarkt oft nicht mehr aus. Zum Thema zugeschaltet ist Thilo Ottmann, Geschäftsführer von Scholt Energy in Deutschland und Österreich. Im Gespräch erklärt er, warum Unternehmen Energie heute strategisch managen müssen, welche Risiken häufig unterschätzt werden und wie direkter Marktzugang, Preisabsicherung und individuelle Energiestrategien funktionieren können. ***************************** Kapitel: 00:00 Themenüberblick: Thyssenkrupp, Infineon, Siemens & Energiepreise 01:05 Thyssenkrupp Steel: Vom Sanierungsfall zum Hoffnungsträger? 13:28 Infineon & KI-Boom: Europas Chipriese profitiert von Rechenzentren 22:14 Siemens, SAP & Airbus warnen vor Europas Tech-Krise 31:19 Energiepreise im Ausnahmezustand: Was Unternehmen jetzt wissen müssen 34:35 Thilo Ottmann im Interview: Energiemanagement gegen Preisrisiken 40:33 Verabschiedung und Outro von INDUSTRIEMAGAZIN ***************************** 📢 Das INDUSTRIEMAGAZIN ist Ihr wöchentlicher Deep Dive in die abwechslungsreiche Welt der österreichischen und internationalen Industrie. Hier erwarten Sie spannende Einblicke und informative Beiträge zu aktuellen Themen. 📢 🎤 Moderation: Rudolf Loidl 🎬 Team INDUSTRIEMAGAZIN: Joy Reisinger, Lukas Kreč, Dominique Otto Jeden Mittwoch um 11:30h auf folgenden Kanälen: YOUTUBE: @INDUSTRIEMAGAZIN Website: https://industriemagazin.at/news-tv/ Das INDUSTRIEMAGAZIN ist das Leitmedium für die produzierende Wirtschaft und deren Dienstleister in Österreich. Zur Website: https://industriemagazin.at/ WhatsApp: https://whatsapp.com/channel/0029VaDa2zn7tkj0uOb3UI0w

Top Comments (10)

@T.Stolpe 2026-05-13

Rot Chinas Überkapazitäten fallen vor allem auf Baustahl und einfachen Stahl ThyssenKrupp fertigt z.B. den Stahl für alle LKW Hersteller (Leiterrahmen) . Das sind ganz andere Qualitäten. Die KPCH zwingt alle Produzenten zum Dumping , inkl. dem Lohndumping, um möglichst viel zu exportieren. Denn nicht nur der Bausektor implodiert, der Konsum bricht förmlich ein. Und auch der Boom der PKW Produktion bleibt aus, die Überkapazitäten liegen bei 40% bis 70%.

21 5 replies
@GregorBauer 2026-05-13

Vielleicht wars ja gut, dass es nicht geklappt hat mit den Indern.

21
@bjornbecker5574 2026-05-13

Es wäre interessant zu erfahren, ob Mikrocontroller und -chips nicht besonders interessant für humanoide Roboter sind.

11 1 replies
@hainomax5825 2026-05-13

Die Europäische Aufrüstung braucht Stahl

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@SeliJue 2026-05-13

Danke!

9 1 replies
@SicherheitvorWohlstand-BPG73 2026-05-13

Da fließen wieder Steuern herein und die Subventionen tragen natürlich die Steuerzahler, wie bei der Rettung der Banken in Deutschland! Dafür muss der Chef die AFD in die Wüste schicken!

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@Southeastasiaexpat 2026-05-13

Chip und KA's Vorausetzung ist Engergy. Mit Energy kein get seit 300 Jahren alles voran

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@ignispurgatorius5297 2026-05-14

Europa schafft sich gerade, zumindest industriell, selber ab. Eine notwendige und machbare transformation zu mehr Ökologie auf einmal ist ja stemmbar, aber das wir uns mit CRA, Maschinenverordnungen, Verpackungsverordnungen, Lieferkettengesetzen, etc. gleich mehrere Knüppel zwischen die Beine werfen wird dafür sorgen, dass es bald kaum noch Industrie bei uns geben wird. Alleine wegen CRA kündigen Lieferanten reihenweise Produkte ab, da diese durch die viel zu breit gefasste Formulierung nicht "sicher" sind und keiner sich freiweilig in die Schusslinie der Sanktionen begeben will. Gerade den Mittelstand trifft dies hart, da man hier nicht alle Jahre das komplette Produktportfolio über den Haufen werfen kann. Das Resultat ist, dass die halbe Industrie gerade damit beschäftigt ist statt Innovationen irgendwelche bürokratischen Vorgaben zu erfüllen, während das außerhalb der EU keine Sau interessiert. Man hat geblaubt, dass man sich mit Automatisierung irgendwie halten kann, aber aktuell sieht es eher so aus, dass die Automatisierung selbst den europäischen Markt aufgeben wird, weil warum sollte man seine Produkte unnötig für einen Markt verkomplizieren, der ohnehin am Schrumpfen ist? Ich sehe da leider wirklich Schwarz, außer einigen riesen Playern wird nicht viel übrig bleiben und diese werden auch irgendwann abwandern, wenn sie es nicht ohnehin schon tun. Das heißt übrigens nicht, dass ich gegen die EU bin, im Gegenteil, nur leider werden die Hebel hier viel zu breit angesetzt und während dabei auch gute Dinge heraus kommen, wie das USB laden für Konsumergeräte, kommen leider auch genug völlig unwirksame Dinge wie die Cookie-Banner Geschichte dabei raus.

3
@krakenstyler20 2026-05-14

Es bleibt spannend, den Turnaround bei Thyssenkrupp weiter zu verfolgen.

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@alexchrisontour720 2026-05-15

Phänomenal. Vielen Dank für diesen tiefen und breiten Report.😊🎉

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