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Soziologe Stephan Lessenich über die großen Illusionen der Deutschen - Jung & Naiv: Folge 749

2025-01-23 News & Politics
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Unterstützt uns finanziell ► http://www.paypal.me/JungNaiv Diskutiert im Jung & Naiv Forum ► http://forum.jungundnaiv.de/ Zu Gast im Studio: Soziologe Stephan Lessenich. Er war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und ist seit 2021 Direktor des Frankfurter Instituts für Sozialforschung. Ein Gespräch über Stephans Soziologie, wissenschaftliches Arbeiten, Leistungsgesellschaft und den Fußballkapitalismus, seine Eltern, Kindheit und das Leben in Spanien, die deutsche Studentenbewegung und die Lage heute an den Universitäten, Kriminalisierung von progressiven Protestbewegungen, die laut Hannah Arendt "große Lüge" der deutschen Gesellschaft, der Rechtsruck der Parteien, Migration, die "politische Mitte" in Deutschland, unser Wirtschaftssystem und die extreme Ungleichheit im Land, die Macht der (wenigen) Reichen, die Eigentumsfrage und Enteignungen, den Begriff der "Normalität" im Politischen, Antikapitalismus und die Klimakatastrophe, die Parallelen des Aufstiegs des Faschismus damals und heute uvm. + eure Fragen via Kira Bitte unterstützt unsere Arbeit finanziell: Konto: Jung & Naiv IBAN: DE854 3060 967 104 779 2900 GLS Gemeinschaftsbank PayPal ► http://www.paypal.me/JungNaiv #Soziologie #kapitalismus #faschismus

Top Comments (10)

@raqcidy 2025-01-24

Auch wenn time stamps bei so langen Interviews schwierig umzusetzen sind, könntet ihr vllt. Zumindest 2-teilen: persönlicher Werdegang und der Fachtalk? Alle Interviews sind extrem wertvoll 🫶

125 1 replies
@tmfmxo 2025-01-24

Grandioses Interview. Herr Lessenich bringt hier viele wichtige Dinge auf den Punkt mit einer Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit, die man selten findet.

43 3 replies
@TheRohr 2025-02-02

Ich fand es überaus bemerkenswert, wie sich Lessenich wissenschaftlich präzise und gleichzeitig überaus verständlich ausdrücken kann! Jede seiner Antworten könnte ohne weiteres als die Einleitung einer wissenschaftlichen Publikation zum Thema Gesellschaft herhalten! Hut ab!

27
@djangoPMC 2025-01-23

Toller Gast. Mehr auf die Soziologen hören. Sie legen den Blick auf, dass was wirklich in einer Gesellschaft passiert versus das, was die Gesellschaft gerade denkt, was ihre Problem angeblich sind.

26
@SteinchenPunker 2025-01-24

Vielen Dank für die Einladung dieses Gastes, der druckreif sprechen und sehr klare Antworten geben konnte.

25 1 replies
@LovisAnderson 2025-01-24

Wie immer, Dankeschöön

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@mr.jamesblond5727 2026-01-21

Interessantes Interview bisher. Was ich aber schonmal zum ersten Thema anmerken möchte ist, dass eine rein individuell-zweckrationale Ökonomik nicht per se Soziologie ausschliest. Es gibt ja in dem immer noch Organisationsstrukturen wie privatrechtliche Unternehmen die Objekt einer Soziologie sein können. Aber das nur am Rande Edit: kleiner Faktencheck 2u 2:11:00 : In Sachen Einkommensungleichheit spielt Deutschland eher im unteren Mittelfeld im EU-Vergleich und am unteren Rand international. Zum Kontext: Ungleichheit hier am Gini Koeffizient gemessen. Der Gini Koeffizient gibt Ungleichheit in der Verteilung von Gütern auf einer Skala von 0 bis 1 an wo 0 für absolute Gleichheit steht, sprich jeder hat das genau gleiche. 1 Steht dabei für absolute Ungleichheit, sprich eine Person besitzt alles und alle Anderen gar nichts. In Sachen Einkommensungleichheit steht der Deutsche Gini-Koeffizient bei 0,295. Die größte Einkommensungleichheit in Europa hat Bulgarien mit einem Wert von 0,384. Die niedrigste hat, EU wie international, die Slovakei mit 0,217. Die international größte Einkommensungleichheit gibt es in Südafrika mit Gini 0,63. Was im Podcast danach angesprochen wurde ist die Vermögensungleichheit. Die ist in Deutschland tatsächlich deutlich höher mit einem Gini-Koeffizienten von 0,772. Zur Einordnung: Die niedrigste Vermögensungleichheit in Europa hat die Slovakei mit 0,508 und die höchste Schweden mit 0,874. International hat die Slovakei weiterhin den niedrigsten Wert, sprich die größte Gleichheit. Den höchsten Wert hält Brunei mit 0,897. Wichtige Anmerkung: Zahlen zur Vermögensungleichheit sind etwas schwieriger zu finden, deshalb kommen die Werte zum Einkommen aus dem Jahr 2024 und zu Vermögen aus 2021.

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@frotteeupsala3392 2025-02-02

Großartig diese beiden "Bros" ... Auch wenn es sich in manchen Kommentaren so anhören könnte, es erfolgt kein Bashing sondern eine wirklich aufschlussreiche Kritik an bestehenden Verhältnissen... Aber das kann manch einer nicht so gut kompensieren, wenn es einem so direkt! aufs Brot geschmiert wird. Danke wie immer

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@jurgenhuber4867 2025-12-03

Er ist erstaunlich unterhaltsam und sehr eloquent. Gutes Gespräch! Danke.

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@jurgenhuber4867 2025-12-03

"Das ist schlimm, ich weiß!" (Dass er Real Fan war, als Kind und weit darüber hinaus.) Großartig.

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